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Grand Canyon - Im Herzen der Stadt

morgen, 14:00 Uhr - 16:15 Uhr | ARTE

Grand Canyon - Im Herzen der Stadt4 Sterne bei 1 Bewertung
Thriller, USA 1991 | BreitStereo
Grand Canyon - Im Herzen der Stadt

In seinem sechsten Film als Regisseur erzählt Kasdan die Geschichte des Automechanikers Simon, der den wohlsituierten Mack aus einer gefährlichen Situation rettet, als dessen Auto in einer heruntergekommenen Wohngegend liegenbleibt. Aufgrund seiner Begegnung mit Simon hinterfragt Mack bisherige Entscheidungen seines Lebens. Ebenso nimmt das Leben seiner Frau eine drastische Wendung, als sie beschließt, ein ausgesetztes Baby zu adoptieren. Auch das Leben von Macks Freund Davis ändert sich unerwartet, als Davis - ein Produzent blutrünstiger Action-Filme - selbst Opfer einer Gewalttat wird. Davis will daraufhin nur noch positive Filme drehen.#cr##cr#Gelungen zeichnet Kasdan ein vielschichtiges Panorama der Großstadt und ihrer Bewohner in den 90er Jahren, jedoch ohne dem Publikum die Zuversicht zu nehmen, dass aus den kurzen Momenten des hektischen Stadtlebens etwas Gutes entstehen kann.

DarstellerDanny Glover (Simon), Mary McDonnell (Claire), Mary-Louise Parker (Dee), Kevin Kline (Mack), Steve Martin (Davis), Alfre Woodard (Jane), Jeremy Sisto (Roberto)
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RegieLawrence Kasdan
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BuchMeg Kasdan, Lawrence Kasdan
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MusikJames Newton Howard
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WiederholungWiederholung vom 03.12.

Bewertungen

Mi, 05.12.2018 von 8martin
Depremierend realistisch aber nicht hoffnungslos4 Sterne
Lawrence Kasdan, dessen Preisnominierungen zwischen Himbeere und Oscar schwanken, hat hier mal einen guten Film gemacht. Ein Soziogramm einer amerikanischen Großstadt (Los Angeles), in der das Leben sehr gefährlich und sehr rassistisch ist und in der die Kluft zwischen Reich und Arm realistische Gegenwart ist. In einem sozialen Geflecht von Beziehungen schlagen sich drei bis vier Gutmenschen durch, die zumindest versuchen, ihrem Namen gerecht zu werden. Der Anwalt Mack (Kevin Klein), dem der Automechaniker Simon (Danny Glover) aus der Patsche hilft und das Leben rettet. Seine Frau Claire (Mary Mcdonnall) , die ein ausgesetztes Baby adoptieren will. In einer Gegend, in der Jugendbanden das tägliche Leben bestimmen – vor allem nachts. Mack beweist seine Dankbarkeit Simon gegenüber, indem er seiner Schwester Deborah (Tina Lifford) zu einem bezahlbaren Haus in einer nicht nur von Farbigen bewohnten Gegend vermittelt und ihm außerdem noch Jane (Alfre Woodard) zuführt, woraus die große Liebe wird. Viele kleine Episoden beleuchten den Alltag der Einwohner: ein hausierender Versicherungsvertreter, ein Produzent von Gewaltfilmen (Steve Martin) ändert schon mal seine Meinung, ein verwahrloster Tramp taucht unverhohlen auf, es gibt ein kleines Erdbeben und kreisende Hubschrauber signalisieren die polizeiliche Überwachung. Tränen verdeutlichen menschliches Ungemach und fantasievolle Träume besagen, dass sie etwas ganz Normales sind, bei Mack so gut wie bei Claire. Kasdan gelingt es, dass bei all dem Frust, aller Gewalt und aller menschlichen Problematik immer wieder ein Funken Hoffnung und aufkeimender Optimismus durchschimmert, ohne dass er in eine Sozialsatire oder gar eine Schmonzette abgleitet. Schlichte elterliche Anteilnahme rührt das Herz des Zuschauers ebenso wie der völlig unerwartete Schluss, der aber gut vorbereitet wird: hier stehen alle Akteure sprachlos beieinander und schauen nur ‘Whaow!‘ Gut.War diese Bewertung hilfreich?
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