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Nowhere Boy - Als John Lennon ein Junge war

Mi, 04.12.2019, 02:40 Uhr - 04:10 Uhr | ARD

Nowhere Boy - Als John Lennon ein Junge war4 Sterne bei 1 Bewertung
Biografie, Großbritannien, Kanada 2009 | DolbyHDTVStereoVT150
Nowhere Boy - Als John Lennon ein Junge war

England, 1955. Der 15-jährige John Lennon (Aaron Taylor-Johnson) wächst bei seiner Tante Mimi und deren Mann George auf. Tante Mimi hat wenig Verständnis für den rebellierenden Teenager. Auch in der Schule eckt John regelmäßig an. Aber gute Noten interessieren John ohnehin nicht. Er beschäftigt sich lieber mit hübschen Mädchen und hört Musik. Als er eines Tages den Kontakt zu seiner unsteten Mutter Julia (Anne-Marie Duff) sucht, die er seit zehn Jahren nicht gesehen hat, wird durch sie seine Leidenschaft für den Rock'n'Roll geweckt und Elvis Presley sein großes Idol. Fortan kennt John nur noch ein Ziel: selbst Musiker zu werden.
Mit ein paar gleichgesinnten Freunden gründet er eine Band namens "The Quarrymen". Sie geben einige erfolgreiche Amateurkonzerte, bei denen sie Hits ihrer Vorbilder nachspielen. Auch jenseits der Bühne geben die Jungs sich gerne als aufsässige Rock'n'Roller. Doch erst als der unscheinbare Paul McCartney (Thomas Brodie-Sangster) zu der Band stößt, kommt es zu einer entscheidenden Wendung: Paul interessiert sich nicht für aufgesetztes Rebellentum, dafür animiert er John dazu, eigene Songs zu schreiben. Trotz mancher Rückschläge und Stolpersteine werden "The Quarrymen" immer bekannter; in George Harrisson finden sie einen kongenialen Gitarristen.
Während es mit der Musiklaufbahn stetig bergauf geht, ist John privat hin- und hergerissen zwischen der kindlichen Liebe zu seiner leichtlebigen Mutter und der Beziehung zu seiner strengen Tante Mimi. Immer wieder kommt es zu aufwühlenden Streitigkeiten. Doch aller Widrigkeiten zum Trotz verliert John sein Ziel nicht aus den Augen, im Gegenteil: Jeder Schicksalsschlag scheint ihn künstlerisch zu inspirieren.

DarstellerAaron Taylor-Johnson (John Lennon), Thomas Brodie-Sangster (Paul McCartney), Kristin Scott Thomas (Mimi), Anne-Marie Duff (Julia), David Morrissey (Bobby), Ophelia Lovibond (Marie), Sam Bell (George Harrison), Jack McElhone (Eric), David Threlfall (Onkel George), Andrew Buchan (Fishwick), Paul Ritter (Pobjoy)
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RegieSam Taylor-Johnson
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BuchMatt Greenhalgh
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MusikAlison Goldfrapp, Will Gregory

Bewertungen

Mi, 20.08.2014 von 8martin
Nirgendwo daheim4 Sterne
Diese Familienproduktion (Regie und Hauptdarsteller) ist inhaltlich akkurat, emotional differenziert und auch für nicht Beatles-Fans sehr aufschlussreich. Man bekommt einen Einblick in die Musikszene der 50er Jahre als Buddy Holly, Bill Haley und Elvis sie beherrschten. Ausgehend vom vorherrschenden Rock, den jede Band auch die ‘Quarrymen‘ spielten, kann man verfolgen, wie erste neue Tonfolgen und ungewöhnliche Harmonien aufkamen. Insider wissen, dass die Beatles die ersten waren, die mühelos und völlig unverkrampft in einem Song von einer Kreuz- in eine B-Tonart wechselten oder mehrere Kreuztonarten nach einander in ihren Songs verarbeiteten, die bis dato so nie zusammen passten. Dazwischen gab es dann auch mal eine Passage ohne Vorzeichen in C-Dur: G-D-F-G-C. Da war der Rock ‘n Roll musikalisch eher schlicht. Da kam man mit den 4 Grundharmonien immer hin. Hier in der Anfangsphase kann man nur ahnen, wohin die Reise gehen wird. Perfektioniert haben das John und Paul ja erst später auf dem weißen Album. Ein weiterer wichtiger Aspekt, der hier eindrucksvoll dargestellt wird, ist wie der junge John zwischen Mutter Julia (Anne-Marie Duff) und Tante Mimi (Kristin Scott-Thomas) hin und hergerissen ist. Er liebt beide und wird von beiden abwechselnd weggestoßen und angezogen. Die Lösung fand er in der Musik. Julias tragisches Ende verarbeitet er im Song ‘Julia‘. Da heißt es, nachdem er sie ‘oceanchild‘ mit ‘seashell eyes‘ und ‘morning moon‘ genannt hat noch ‘sleeping sand‘ und ‘silent cloud‘. Dass der Hauptdarsteller Aaron Taylor-Johnson John Lennon kein bisschen ähnlich sieht, stört nur am Anfang. Dafür gibt es einen symbolisch kongenialen Titel in Anlehnung an den Text vom ‘Nowhere Man‘. Gelungen.War diese Bewertung hilfreich?
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