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Südwest nach Sonora

So, 02.07.2017, 00:40 Uhr - 02:15 Uhr | MDR

Südwest nach Sonora4 Sterne bei 1 Bewertung
Western, USA 1966 | BreitHDTVVT150
Südwest nach Sonora

Mexiko, 1870. Der Vagabund Matt Fletcher will seinem Leben als Gesetzloser den Rücken kehren und sich in einer mexikanischen Grenzstadt niederlassen. Kaum hat er dem Pfarrer in der Kirche seine Sünden gebeichtet, da droht ihm schon neuer Ärger. Der Großgrundbesitzer Chuy Medina beschuldigt ihn, seine Geliebte Trini belästigt zu haben. Medina ist ein skrupelloser Bandit, der die junge Frau gegen ihren Willen festhält. In ihrer Verzweiflung provozierte sie den Zwischenfall, um in einem unbeobachteten Moment mit dem Pferd des Fremden Reißaus zu nehmen, doch ihre Flucht wird vereitelt. Medina versucht sein Gesicht zu wahren und erweckt den Anschein, seine Geliebte wollte gar nicht weglaufen, sie habe es lediglich auf das prachtvolle Pferd abgesehen.
Deswegen unterbreitet er dem Gringo ein großzügiges Angebot. Matt hat jedoch kein Interesse an diesem abgekarteten Spiel, denn er will mit dem prachtvollen Appaloosa-Hengst eine Existenz als Pferdezüchter aufbauen. Medina ist allerdings nicht der Mann, dem man etwas abschlägt. Als Matt sich bei der Wiedersehensfeier mit seinem Freund Paco betrinkt, stiehlt der Bandenführer ihm den kostbaren Hengst. Matt will sein Pferd zurückholen, dabei kommt es zum Kampf auf Leben und Tod.

DarstellerMarlon Brando (Matt Fletcher), John Saxon (Chuy Medina), Anjanette Comer (Trini), Alex Montoya (Squint Eye), Frank Silvera (Ramos), Emilio Fernández (Lazaro), Miriam Colón (Ana), Rafael Campos (Paco)
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RegieSidney J. Furie
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BuchJames Bridges, Roland Kibbee
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MusikFrank Skinner

Bewertungen

Di, 06.06.2017 von 8martin
Zwei rechnen ab4 Sterne
Ein Klassiker der Extraklasse: vor pittoresker mexikanischer Naturkulisse spielt ein genreüblicher Plot mit einem grandiosen Marlon Brando (Matteo), der bewusst die Eleganz eines John Waynes außen vor lässt. Dabei werden drei nach einander abgearbeiteten Themenkreisen in Szene gesetzt. Aber die nachhaltigste Wirkung erzielen der Schnitt und die Kameraarbeit. Oftmals sehen wir nur einen kleinen Ausschnitt, selten die Totale: ein Blick durch die Finger, die blendend weißen Zähne des Sprechenden oder nur Füße hinter Zweigen. Es entstehen längere Pausen mit verhaltener Action. Die Dialoge stecken voller versteckter Feindseligkeiten hinter äußerlicher Freundlichkeit. Mit in der Konkursmasse des Bandenchefs ist Trini (Anjanette Comer), die befreit werden will. Es beginnt mit einem Pferdediebstahl, den Chuy Medina, der Oberbösewicht, (John Saxon) begeht (siehe Originaltitel!). Die deutsche Version erinnert eher an ein Seemannsabenteuer. Danach schließt sich eine persönliche Demütigung an, die einen Rachefeldzug des vorübergehend unterlegenen Matteo zur Folge hat. Beim finalen Duell auf Distanz in einer winterlichen Bergwelt ist kurz vom Tausch Frau gegen Pferd Verhandlungsgrundlage. Jetzt geht es um die Ehre. Das Ende des Kampfes folgt im Staccato Rhythmus: Chuys Gewehrschloss spiegelt sich mehrmals in der Sonne, Matteos Dauerfeuer, ein rollender Körper, die zweite Heimkehr des Matteo. Erwähnenswert wäre noch das Armdrücken der beiden Hauptkontrahenten mit angebundenen Skorpionen als Begrenzung. Ein etwas anderer Western, in dem es aber doch um die immer gleichen Themen geht. Interessant gemacht.War diese Bewertung hilfreich?
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