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Somewhere - Verloren in Hollywood

Mo, 14.08.2017, 00:05 Uhr - 01:38 Uhr | ARD

Somewhere - Verloren in Hollywood2 Sterne bei 1 Bewertung
Drama, USA 2010 | DolbyHDTVStereoVT150

Eigentlich hat es der Schauspieler Johnny Marco geschafft: Nach einigen erfolgreichen Filmen gehört er zu den gefragten und angesagten Stars in Hollywood. Die Frauen liegen ihm zu Füßen, und es gibt kaum einen Wunsch, den er sich nicht erfüllen könnte. Trotzdem fühlt Johnny sich einsam und orientierungslos. Die innere Leere versucht er mit Alkohol und Frauengeschichten zu verdrängen. Hin und wieder absolviert er lustlos Publicity-Termine oder rast mit seinem Ferrari ziellos über die Highways. Die meiste Zeit aber verbringt er allein in seinem Zimmer im angesagten Hotel Chateau Marmont in Los Angeles, wo er sich dauerhaft eingemietet hat.
Dann aber taucht überraschend seine elfjährige Tochter Cleo auf. Sie stammt aus einer früheren Beziehung und lebt eigentlich bei ihrer Mutter. Die aber schiebt das Mädchen nun bis zum Beginn des Jugend-Sommercamps zum Vater ab. Zunächst ist Johnny ziemlich ratlos, was er mit dem Mädchen anfangen soll. Er setzt sich mit ihr vor den Fernseher oder an den Pool, nimmt sie mit zu seinen Terminen, reist mit ihr zu einer Gala nach Italien und ändert auch sonst nicht viel an seinem Lebenswandel. Aber je mehr Zeit die aufgeweckte und selbstständige Cleo und ihr Vater miteinander verbringen, desto inniger wird ihre Beziehung. Johnny entwickelt allmählich echte Vatergefühle und scheint zu realisieren, dass sein Leben so nicht weitergehen kann. Immer wieder gibt es Momente, in denen er einfach ausbrechen und den Rummel um seine Person hinter sich lassen will. Dann aber kommt der Tag, an dem Cleo zum Sommercamp abreisen muss.

DarstellerStephen Dorff (Johnny Marco), Elle Fanning (Cleo), Chris Pontius (Sammy), Laura Chiatti (Sylvia), Lala Sloatman (Layla), Ellie Kemper (Claire), Michelle Monaghan (Rebecca)
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RegieSofia Coppola
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BuchSofia Coppola
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MusikPhoenix

Bewertungen

Sa, 22.11.2014 von 8martin
Nirgendwo2 Sterne
Natürlich vergleicht man den Film sofort mit der ‘Verlorenen Übersetzung‘. Sofia Coppola hat wohl hier einen Teil ihrer Jugend weiter verarbeitet. Das Leben in Hotels, aus dem Koffer und immer hinter Papa her. Hier wird sie als Cleo von Elle Fanning gespielt, die das auch ganz gut macht. Ihr Vater Johnny von Stephen Dorff. Ebenso cool. Fast ein dokumentarischer Bericht. Hohle Langeweile, obwohl ständig etwas los ist, von Termin zu Termin geschubst, von Hollywood nach Italien und wieder zurück. Der Vater lässt es sich so ganz nebenbei echt gut gehen. Bettschwalben in jedem Flur, Geld spielt keine Rolle, obwohl man ständig damit beschäftigt ist, es auszugeben. Man hat es halt einfach. Ganz versteckt huscht schon mal etwas Ironie über den Bildschirm, aber nur ganz kurz. Ansonsten ist Gähnen angesagt. Und das liegt nicht nur an den überlangen Einstellungen ohne Worte. Man reibt sich die Augen, wenn erst die Tochter, später auch der Vater plötzlich ein paar Tränen vergießen. Soll sich da etwa die innere Leere Bahn brechen? Da wenig gesagt wird, kann viel hineininterpretiert werden. Wir sehen ein Leben, in dem man alles machen kann, was man will. Der Vater bemüht sich um den Teenager, aber letztlich weiß auch er nicht weiter. Orientierungslos lässt er seine Luxuskarosse am Straßenrand stehen und geht in die Wüste. Kann eine Flucht sein oder ein Start zu einem Selbsterkennungstrip? Oder will er einfach nur mal den Kopf frei kriegen? Beneidenswert ist das Leben dieses Stars keineswegs, im Gegenteil. Wenn das Sofias Absicht war, hat sie ihr Ziel voll erreicht.War diese Bewertung hilfreich?
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