Mi, 15.04.2026, 06:00 Uhr - 08:50 Uhr | Warner TV Film
August 1942: Die Japaner haben auf der Insel Guadalcanal im Pazifischen Ozean einen Luftwaffenstützpunkt errichtet, der strategisch wichtig ist. Um dem Feind das Eiland zu entreißen, landet dort eine amerikanische Kompanie des ersten Bataillons und kämpft sich durch den Regenwald. Bald sind die Männer in der Hölle des Krieges gefangen und müssen erfahren, dass einzig der Sieg zählt.
| Genre | Kriegsdrama |
| Jahr | 1998 |
| FSK | 16 |
| Darsteller | Woody Harrelson, Mark Boone Jr., Kazuki Maehara, George Clooney, Jim Caviezel, John Cusack |
| Regie | Terrence Malick |
| Originaltitel | The Thin Red Line |
Di, 28.07.2015 von 8martinDie rote LinieTerrence Malicks Antikriegs-Drama braucht sich vor den neun großen Vietnamfilmen keineswegs zu verstecken. (auch wenn es streng genommen im 2. Weltkrieg spielt und in einem anderen Teil der Welt). Das Ambiente und die Thematik sind gleich. Dieser hier unterscheidet sich von den anderen dieses Genres vor allem durch drei Dinge: ein Riesenangebot der Superstars, das vom Cameo bis zur tragenden Rolle reicht. Dann eine Begleitung der Handlung durch einen Off Kommentar, der kritische Fragen stellt, die richtig wehtun. So weh, dass ihm die zuständigen Gremien alle Oscars, für die er nominiert war, verwehrt haben.
Rein formal hat der Film einen Rahmen von der Anlandung der amerikanischen Truppen bis zu ihrem Abzug von der kleinen Insel Guadalcanal.
Zudem fasst er das Geschehen weiter als die anderen. Er schiebt immer wieder Tier- und Naturaufnahmen ein oder auch Liebesszenen als Retro mit der wunderbaren, hier wortlosen Miranda Otto, lässt die Eingeborenen zu Wort kommen, schildert die Stimmung in der Truppe und bringt durch einen gut getimten Tempowechsel von wilden Mann-gegen-Mann Kämpfen auch immer wieder philosophische Betrachtungen mit ein. (‘Diese Böse, woher kommt es? Wie stielt es sich in die Welt?‘ oder ‘Durch den Krieg macht man Menschen nicht edler. Man macht sie zu Hunden‘)
Sinnlose Befehle werden schon mal verweigert. Das hat sonderbare Konsequenzen. Hier muss die herausragende Leistung und Nick Nolte erwähnt werden, der einen fanatischen Militaristen spielt, der einen vernünftigen Soldaten seines Kommandos enthebt und ihn gleichzeitig mit Orden überhäuft. All das gefällt Amerikas Zuschauern ebenso wenig wie ‘Die wollen, dass man tot ist oder ihre Lügen glaubt.‘
Allein schon der Titel, egal ob Original oder Deutsch ist Anlass zum Grübeln. Neben der kriegsmäßigen Ballerei, die ja wohl dazu gehört wie der Eifelturm zu Paris, gibt es auch noch emotionale Szenen, die unter die Haut gehen. Auch Ironie ist dabei ‘Fühlen sie sich auch manchmal einsam?‘ – ‘Nur wenn ich unter Menschen bin.‘
Der schmale Grat ist ein ganz großer seiner Art.War diese Bewertung hilfreich? | ![]() |
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