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Do, 19.06.2014
TV | Chinese zum Mitnehmen
Roberto, Mari und die Kuh3 Sterne
Eine Parabel von der Sinnlosigkeit des Lebens. So sieht es der Eisenwarenhändler Roberto (Ricardo Darin). Er sagt ‘Das Leben ist unsinnig, völlig absurd‘. Deshalb sammelt er völlig unsinnige Nachrichten aus der Zeitung. Wie die vom Anfang des Films: ‘Kuh fliegt in China vom Himmel und erschlägt die Verlobte.‘ Wir sehen im Verlauf des Films mehrere sinnlose Unfälle, wobei die bisher bekannten Darsteller stets die Rollen übernehmen. Konkret fällt Roberto hier ein aus dem Taxi geworfener Chinese buchstäblich vor die Füße. Es folgen die üblichen Verständigungsschwierigkeiten und Robertos Versuche Jun loszuwerden. Das wird mit leiser Ironie erzählt. Ricardo Darin spielt den grantelnden alten Mann als Sympathieträger, der zwar psychologisch immer noch an Mutters Rockzipfel hängt (redet mit der Toten und macht ihr Geschenke) und völlig unempfindlich ist für die Avancen von Mari (Muriel Santa Ana). Es wird aber auch erzählt, warum Roberto so geworden ist: Das argentinische Trauma des verlorenen Falkland Krieges. Hier hat Roberto wohl töten müssen. Das ist ernst, aber nicht wirklich traurig und tut der Komödie keinen Abbruch. Am Ende erfahren wir, warum die Kuh geflogen ist. Bedeutungsschwanger leitet sie Roberto zu Mari, dann die hat ihm zuvor erzählt, dass sie eine Kuh hat. So fügt sich alles nett in einander. Das Sinnlose bekommt einen Sinn. Und das längst fällige Happy End wird nur angedeutet. So nimmt der Zuschauer zwar nicht den Chinesen mit, aber die verbliebene gute Laune.
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Di, 17.06.2014
TV | Love Ranch - Wahrheit und Liebe
Grace & der Boxer2 Sterne
Der Film erzählt etwas von der Legalisierung der Prostitution in Amerika. Das menschliche Drama vor dessen Hintergrund sich das vollzieht ist recht spannend. Die zwei Liebenden haben eines gemeinsam: sie sind todkrank und haben nicht mehr lange zu leben. Er hat eine Metallplatte im Kopf, sie hat Krebs. Obwohl Helen Mirren eine großartige Schauspielerin ist, die fast alles spielen kann, nimmt man ihr diese Rolle als Puffmutter Grace mit Herz und Sinn fürs Geschäft nicht so recht ab. Sicherlich überzeugt sie als schwerkranke Frau, die mit einem gewalttätigen, seine eigenen Nutten vögelnden Ehemann Charlie (Joe Pesci) lebt. Aber die Liebe zu dem jüngeren Boxer Bruza (Sergio Peris-Mencheta) will ihr einfach nicht glaubhaft gelingen. Sie schmiegt sich vertikal und horizontal an ihn wie eine Hand in die andere, wenn eine davon einen Handschuh trägt. Bewegungen stimmen, Emotionen Fehlanzeige trotz Tränen und Wutausbrüchen. Das kann Helen Mirren einfach. Aber es knistert nicht. Und nach dem schockierenden tragischen Ende stört Helens wundersame Heilung am Ende doch etwas. Die wahre Geschichte mag zwar diesen Lourdes-Effekt hergeben, aber man hätte es nicht unbedingt gebraucht. Mittelprächtig.
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Mo, 16.06.2014
Kino | Der Löwe im Winter
Heinrichs Söhne5 Sterne
Wir sind in der buntesten Glanzzeit der mittelalterlichen Monarchie in England. Der äußerst lyrische Titel trifft den Kern des Films. Ein alter, mächtiger König Heinrich II. (Peter O’Toole) hat drei Söhne. Nachfolgeproblematik. Bündnisse werden geschlossen, Verrat ist im Spiel, auch Rivalität. Ein Machtpoker, in dem auch die inhaftierte Königin Eleonore (Katherine Hepburn) mitmischt. Damit es noch abwechslungsreicher zugeht, ist der französisch König Phillip II. (Timothy Dalton) anwesend. Und um es etwas zu würzen, hat der alternde König Heinrich noch die junge Geliebte Alais (Jane Merrow ). Bei dieser Konstellation gibt es immer wieder überraschende Wendungen. Dank eines hervorragenden Drehbuchs von James Goldman agieren die Akteure auf verbal geschliffenem Niveau, schwanken abwechselnd zwischen bitterbösem Sarkasmus und ergreifender Emotionalität und verfolgen dabei teuflisch gute Pläne. Beispiel: Bruder John (wird von Richard bedroht): ‘Ein Messer! Er hat ein Messer!‘‘ Eleanor: ‘Natürlich hat er ein Messer. Er hat immer ein Messer. Wir alle haben Messer. Es ist 1183 und wir sind Barbaren.‘ Und auch echte Gefühle werden gezeigt. Hier sind Peter O’Toole und Katherine Hepburn in ihrer immerwährenden Liebe unübertrefflich, zumal wenn sie ansatzlos in geifernden Hass übergehen und zwischen Elternschaft und Machtgier hin und her pendeln. Das Geniale an dieser Inszenierung ist, dass hinter der Verlogenheit die Menschlichkeit durchschimmert, hinter dem Eigennutz die Verletzlichkeit. So bleibt auch die Spannung erhalten, da es immer mehrere Optionen gibt. Elterngespräche über Erziehungsfragen wirken modern, die Schwulenproblematik passt hier nicht so recht ins Bild. Das Zusammentreffen aller sieben Personen ist der dramaturgisch gelungene finale Höhepunkt dieses großartigen Films von 1968.
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So, 15.06.2014
TV | Zwei Cheyenne auf dem Highway
Auf dem Highway ist die Hölle los3 Sterne
Der Film schildert eine Episode im problematischen Zusammenleben zwischen Indianern und Weißen. Solange sie unauffällig vor sich hin vegetieren, sind sie geduldet. Aber wenn die Rothäute auf ihre Rechte pochen und sich mit den Großkopferten anlegen, weisen sie die Behörden in die Schranken. Weil die Schwester Bonnie (Joanelle Nadine Romero) zu Unrecht verhaftet worden ist, ziehen der Aktivist und Vietnamveteran Buddy (A Martinez) und der Riesenklotz Philbert Bono (Gary Farmer) los, um sie zu befreien. Philbert ist schamanenmäßig unterwegs und hält Sitten und Gebräuche der Cheyenne am Leben, Buddy ist der kluge Kopf, dem es gelingt sich vorübergehend durchzusetzen. Dass die Behörden hier zeitweise etwas neben der Spur sind, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie letzten Endes am längeren Hebel sitzen. Das Unternehmen der beiden Cheyenne ist ein Abgesang auf die untergehende Kultur der amerikanischen Ureinwohner. Noch einmal den bereits verlorenen Kampf kämpfen, ist ihre Devise. Wenn Buddys und Philberts Befreiungsaktionen mitunter Anleihen bei bewährten Methoden aus dem Western Genre machen wie z.B. die Rinderherde auf der Straße bei Verfolgung oder das Herausreißen des Gefängnisgitters mit einem alten Buick, den Phil sein Pferd nennt, zeigt das den allgemeinen Tenor der Films. Man sieht alles mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Da ist das Ende dieses großartig fotografierten Streifens richtig wohltuend. Mit Blick auf das brennende ‘Pferd‘ meint Buddy nur ‘Komm, lass uns gehen.‘ Abspann. Ende. Der etwas andere Indianerfilm mit leiser Komik und ernstem Hintergrund.
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Sa, 14.06.2014
TV | Rocco und seine Brüder
Sehnsucht nach der Heimat3 Sterne
Dieser Klassiker ist nur mit Abstrichen zu empfehlen. Die Thematik ist sicherlich zeitlos: Familienzusammenhalt, Bruderliebe, die Ehre der eigenen Familie steht über allem. Das Ganze ist in ein sozialkritisches Familiendrama gehüllt mit einem erstklassischen Promi-Ensemble. Nur die Machart nervt mitunter, wenn z.B. in den hochdramatischen Szenen allzu laut und lang anhaltend geschrienen wird oder wenn alle Personen gleichzeitig und nicht gerade auf Zimmerlautstärke mit einander reden – eher auf einander einschreien. Das dient nicht dem Verständnis, wirkt eher Komödiantisch. Manche Szenen sind mit übertriebenen Theatralik eher zum schmunzeln. Witwe Rosaria (Katina Paxinou) zieht mit ihren 5 erwachsenen Söhnen aus Süditalien nach Mailand. Simone (Renato Salvatori) wird Boxer, aber auch Mörder, das ‘Schwarze Schaf‘. Der titelgebende Rocco (Alain Delon), hier ganz sanft und voller brüderlicher Liebe versucht ausgleichend zu vermitteln. Das könnte gelingen wäre da nicht Nadia (Annie Girardot), die Hure mit Herz, die erst von Simone angetan, dann auf Rocco abfährt, der tränenreich auf sie verzichtet. Doch sie wird das Opfer brüderlicher Eifersucht Allein Vincenzo, der Älteste (Spiros Focas) schafft es mit Ginetta (Claudia Cardinale) eine eigene Familie zu gründen. Nur eine kleine Nebenrolle für die Cardinale, die sie aber durchaus mit Charakter ausstattet. Hier wird der Gegensatz zwischen den Norditalienern und denen aus dem Süden, den ‘Negern‘, wie sie sie nennen, deutlich. Der Familie geht es äußerlich immer besser, aber der Zusammenhalt bricht weg. Schuld ist die Großstadt. Es bleibt die Sehnsucht nach der alten Heimat, dem ‘Land der Oliven‘. Teils angestaubt aus den 60er Jahren. Pathetische Dramatik von Gestern.
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Fr, 13.06.2014
TV | Jenseits von Afrika
Karen scheitert5 Sterne
Das ist Sydney Pollacks schönster Film. Wunderschön sind die Landschaftsaufnahmen, besonders die aus der Vogelperspektive, bei denen es in der Magengegend kitzelt, wenn der Flieger über eine plötzlich abbrechende Erdkante segelt und ebenso wunderschön die herzzerreißende Liebesgeschichte mit Dreieckscharakter, die wegen des fehlenden Happy Ends die Tränendrüse besonders reizt. Ganz zu schweigen von den grandiosen Hauptdarstellern, die sich mit geschliffenen Dialogen hochwertige Rededuelle liefern, die in Form und Inhalt weit über dem üblichen Niveau des Genres liegen. Die Liebenden Robert Redford als Dennys und Meryl Streep als Karen ringen in ihrer Beziehung mit solchen Begrifflichkeiten wie Freiheit und totale Liebe, Selbstbestimmung und Fremdbestimmung. Die drei Hauptfiguren haben neben ihrer Liebe eigene Lebensentwürfe: Dennis ist der ungebunden bleiben wollende Freigeist und Abenteurer, der vielleicht später einmal eine ausschließliche Beziehung eingehen würde, vielleicht! Dem Beau fliegen die Frauenherzen förmlich zu. Die verheiratete Karen versucht sich in der Männerwelt zu behaupten. Sie erleidet in doppelter Hinsicht Schiffbruch. Außerdem setzt sie sich auch noch für die Eingeborenen ein und hebt sich vom landesüblichen Verhalten der europäischen Kolonialisten deutlich ab. Hier kommt also noch eine verantwortungsbewusste soziale Komponente zum Main Plot hinzu. Die schillerndste Figur ist Bror, Karens Noch- Ehemann. Klaus Maria Brandauer spielt den sympathischen Hallodri, der bei völliger Unzuverlässigkeit Karen durchaus immer noch zugetan ist, überzeugend gut. Für ihn sind die Frauen lediglich eine Geldquelle. Bror zu Dennys ‘Du hättest wenigstens fragen können‘. Dennys ‘Hab ich doch. Und sie hat ‘Ja‘ gesagt.‘ Das ist ein Film für den Olymp, den man sich immer wieder anschauen kann. Jeder kann den Satz ‘Ich hatte eine Farm in Afrika…am Fuße…‘ vollenden. Das ist Kult!
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Do, 12.06.2014
TV | La Nana - Die Perle
Das ältere Hausmädchen2 Sterne
Ein typischer Festival-Film. Hier erhielt er auch seine Auszeichnungen. Für den ‘normalen‘ Zuschauer ist der Film nicht besonders interessant. Es passiert fast nichts, kein Höhepunkt, keine Katastrophe, keine Drama. Mit fast dokumentarischer Distanz wird das Arbeitsleben eines Dienstmädchens Raquel (Catalina Saavedra) dargestellt. Ausdrucksstark agiert sie in einem wohlhabenden chilenischen Haushalt und macht sich unersetzbar. Trotz ihres Alters (41) duldet sie keine zweite Angestellte neben sich. Es ist ein leiser, ernster Film. Die Emotionen der Darsteller bleiben unter Verschluss und auch die Zuschauer werden nur marginal erreicht. Die Möglichkeiten, Situationen zu vertiefen und zu dramatisieren sind durchaus vorhanden, Regisseur Sebastian Silva nutzt sie aber bewusst nicht. Selbst die angedeutete Bettszene mit Onkel Eric zeigt nur wie hilflos unbedarft Raquel ist. Für sie gibt es keine Liebe oder Zuneigung. Sie ist ein emotionales ‘Contergankind‘ und mit ihrer Gesundheit steht es auch nicht zum Besten. Über ihre Familie will die alte Jungfer nicht sprechen, menschliche Nähe lässt sie nicht zu. Wir erleben die eintönige Endlosigkeit ihres Alltagslebens. So geht sie am Ende Joggen und läuft und läuft und läuft… Die übrigen Familienmitglieder (Raquel zählt sich dazu): ein Ehepaar und vier Kinder bleiben auch recht farblos, fast ein wenig klischeehaft. Raquel behauptet sich ihnen gegenüber, weil man sie braucht. Das unterstreicht der deutsche Untertitel. Kann man, muss man aber nicht gesehen haben. Aber das Prädikat ist besonders wertvoll.
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Mi, 11.06.2014
TV | Das Geheimnis von Kells
Ein kleiner Held4 Sterne
Wunderschön gezeichneter und von toller Regie-Choreographie gleitet führt uns dieser Animationsfilm in die Welt der irischen Mythen und Legenden. So kommen das Auge von Columban von Iona sowie der Gott der Unterwelt Cromm Cruach vor. Im Mittelpunkt steht der junge Brendan, der das Buch der Abtei Kells vollenden soll. Sein Onkel, der Abt Cellach mit der Stimme von Brendan Gleeson, will aber lieber eine Mauer als Schutz gegen die bösen Nordmänner bauen. So stehen hier Bildung und Wissen gegen handfeste kriegerische Optionen. Von den Nebenfiguren überzeugt vor allem die Waldfee Aisling. Ihre Verwandlungen und Sturzflüge sind sehr fantasievoll gestaltet. Die bösen Nordmänner erinnern zwar optisch und akustisch etwas an die Orgs erfüllen aber genau wie die bösen schwarzen Wölfe ihre Funktion des Furchterregens. Wenn ein Kreidestrich als Mauer / Schutz in Szene gesetzt wird, ist das beste Animation. Ungewöhnliche Details sind farblich stilsicher auf einander abgestimmt und ergeben ein abgerundetes Bild. Der Film erinnert an eine frühirische Handschrift und befreit sie damit vom Schatten des Vergessens. Inhaltlich ist er für alle Altersgruppen. Mal lustig, mal ernst, einfach nett.
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Mi, 28.05.2014
TV | Erklärt Pereira
Die Vernunft des Herzens5 Sterne
Marcello Mastroianni als Redakteur nur für kulturelle Fragen zuständig, wandelt sich von einem völlig unpolitischen Menschen zu einem Pamphlete verfassenden Wachrüttler in Portugal unter der Diktatur von Salazar. Hier wird die faschistische Vergangenheit Portugals aufgearbeitet. (politischer Aspekt). Die Wirkung des Films beruht auf der individuellen Betroffenheit Einzelner als Leidtragende auf der Weltbühne Portugals. Die Erbärmlichkeit der niederen Instinkte wird gegeißelt, die den Abschaum der Gesellschaft an die Macht spült. Diese Schergen genießen die Folter an wehrlosen Mitmenschen. So wird der Film – vor allem wenn man an den Schluss denkt – zu einem Lehrstück des Widerstandes gegen autokratische Systeme. Und die zentrale Figur ist ein herrlich altmodischer Katholik, der nur nicht an die Auferstehung des Fleisches glaubt. und ohne es zu wollen zu einem stillen Helden wird. Er schreibt mit der ‘Vernunft des Herzens, aber er hält die Augen offen.‘(menschlicher Aspekt!) Romanvorlage und Film sind historisch korrekt. In den Dialogen werden aktuelle Zeitbezüge zu den drei faschistischen Regimen in Europa gezogen, die sich Ende der 30er Jahre gegenseitig unterstützt haben. (historischer Aspekt). Die literarische Vorlage garantiert Qualität. Nicht nur weil der Vatikan die Basken ‘Rote Christen‘ nennt und weil viele bekannte Namen in den Gesprächen erwähnt werden. Es gibt auch Sätze wie ‘Das stärkere Ich verdrängt das schwächere Ich und ein neues dominantes Ich übernimmt die Führung‘ als Beleg für Pereiras Wandlung. Dabei ist ihm der Arzt Dr. Cardoso (Daniel Auteuil) behilflich. (qualitativer Aspekt). Als Charakterisierung eignen sich nur Superlative. Ganz großes Kino.
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Di, 27.05.2014
Kino | Divorzio all'italiana OmenglU
Fefe!!!4 Sterne
Das ist eine der besten Komödien mit Marcella Mastroianni. Allein die Grundidee ist zum Wiehern. Ein Engel, Klosterschülerin Angela (frisch erblüht Stefania Sandrelli) hat dem verheirateten Marcello den Kopf verdreht. Seine Frau Rosalia (Daniela Rocca mit Damenbart) nervt ihn nicht nur, indem sie jeden Satz monoton wiederholend mit ‘Fefe‘ beginnt, wenn sie nach ihm ruft. Den Zuschauer freut’s. Genauso wie die im Geiste begangenen Mordanschläge von Fefe. Das ist zeitlose Komik pur. Und Marcello vertieft das noch durch seinen vornehm leidenden und immer reglosen Gesichtsausdruck. Und ab und an einem kurzen Lufthochziehen durch eine vermeintliche Zahnlücke. Großartig! Natürlich geht es da italienisch turbulent zu. Die Machos kriegen fast unbemerkt ihr Fett weg. Sieht man eine untreue Frau im Fernsehen grölt die Männerhorde ‘Prügel! Arsch versohl‘n‘! Es passt zum Stil der Komödie, dass man Rosalias Ende nicht genau mitbekommt. Am Ende nur ein Segelturn, wobei Marcello in den Armen von Angela liegt. Aber mit wem fußelt die denn da?... Ein Klassiker. Immer wieder klasse.

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Gut gemacht. Gute Schauspieler.Es ist ein schöner Zeitvertreib. Gern auch über Mediathek.

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