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Bewertungen

Sa, 16.05.2009
TV | Cinema Paradiso
Kino: Leben im Paradies5 Sterne
Der Film gehört sicherlich zu den besten Filmen aller Zeiten. Giuseppe Tornatore hat uns mit jedem seiner Werke verzaubert. Hier setzt er dem Film an sich ein Denkmal und dokumentiert den Niedergang des Kinos im Laufe eines Lebens. Wenn die Liebe Medizin für uns ist, dann kann man hier genesen. Es ist nicht nur für diejenigen ein Erlebnis, die gern in nostalgischen Träumereien versinken, sondern eine herzergreifende Geschichte, verstärkt durch die geniale Rahmenhandlung, schlägt uns in ihren Bann: die lebenslange Liebe zwischen einem alten Mann (Philippe Noiret)und einem Jungen(wunderbar der kleine Salvatore Cascio), beide verbindet die Liebe zum Film und der Junge erfährt die erste Liebe zu einem Mädchen. Die Musik von Ennio Morricone ist das Sahnehäubchen auf dem zu Recht oscarprämierten Film. Die Szenen der eingestreuten Klassiker erfreuen Cineasten besonders. Genau wie der Zusammenschnitt von über 40 Filmküssen. Ein sehenswertes Meisterwerk!
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Fr, 15.05.2009
TV | Ich und du und alle, die wir kennen
Schuhverkäufer und Filmemacherin2 Sterne
Es ist eine sonderbare Komödie. Das Erwachsenwerden pubertierender Kids und das Durchwursteln eines getrennt lebenden Schuhverkäufers bietet ausgiebig Stoff für einen lustigen Film. Die einzelnen Szenen werden eigentlich durch die dort auftretenden Personen zusammengehalten und so gelingt es Handlungssprünge zu überwinden. Es entsteht ein Fleckerlteppich auf dem es nette Szenen gibt, manchmal auch lustige, andere sind dagegen sinnfrei oder sogar dämlich. Es ist halt ein eigenartiger Film, der vielleicht das heutige Leben in der Patchwork-Familie nachempfindet.
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Do, 14.05.2009
TV | Luxusauto
Tochter und Hure2 Sterne
Die Story an sich geht ja noch, aber sie ist ganz schön zäh erzählt, mit umständlichen Dialogen und vielen wortarmen Szenen. Das Kliché vom Gegensatz des Lebens in der Stadt zu dem immer etwas rückständigen Landleben wird weidlich gepflegt. Und als sich gegen Ende tatsächlich so etwas wie eine dramatische Handlung andeutet, werden dem Zuschauer die Fakten fast dokumentarisch sachlich nach einander um die Ohren gehauen, wobei es etwas stört, dass man nicht alles genau sehen kann, was man eigentlich sehen sollte. Vielleicht nur für Freunde des asiatischen Films.
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Mi, 13.05.2009
TV | Wellen
Auf und ab3 Sterne
Mit dieser Literaturverfilmung hat Vivian Naefe ein Sittengemälde der Gesellschaft kurz vor dem ersten Weltkrieg entworfen. Sie tut das sehr stilvoll und mit großem Feingefühl für nuancierte Darstellungen. Die durchweg sehr guten Schauspieler (vor allem Matthias Habich und Marie Bäumer u.v.a.) machen es einem leicht in die untergegangene Welt einzutauchen. Hier treffen unterschiedliche Lebensauffassungen auf einander: die in Konventionen erstarrte enge Welt des verarmten Adels mit der eines Künstlers, der bornierte Offizier und das dienende Volk. Da können Grenzüberschreitungen nur von kurzer Dauer sein. Und jeder noch so unbedeutende, unansehnliche Strohhalm kann vielleicht den Untergang verhindern, wenn sich zwei Loser aneinander klammern. Man muss sich Zeit nehmen, denn damals hatte man auch viel davon.
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Di, 12.05.2009
TV | The Barber - Das Geheimnis von Revelstoke
Psychopathen an der Macht3 Sterne
Man kennt den Massenmörder von seinem ersten Auftritt an. Doch man bleibt dabei und folgt der Handlung weiterhin, denn man will es nicht wahrhaben, dass die Lösung so offensichtlich ist. Die Falschfährten lässt man völlig klar außer Acht und wartet darauf, dass der Bösewicht gefasst wird. Und dann überrascht uns Regisseur Michael Bafaro mit seiner echt schockierenden Message: „Der Psychopath ist der faszinierendste Menschentyp unserer Zeit geworden. Er ist absolut nicht auf die Orte beschränkt, an denen wir ihn vermuten würden.“ sagt Hauptdarsteller (Malcolm McDowell). Sie sitzen in allen wichtigen Positionen unseres Staates, der Gesellschaft und der Kirchen. Und weil sie so sind wie sie sind, kriegt man sie auch nicht zu fassen. Sie sind allen anderen immer einen Schritt voraus. Eine beunruhigende Vorstellung, die hoffentlich nur eine skurrile Hypothese bleibt. Diskussionswürdig.
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Mo, 11.05.2009
TV | Das Kovak Labyrinth
Ein böser Forscher1 Stern
Die Story ist schon arg konstruiert. Vom harmlosen, bösen Forscher David-(Ned Devine)-Kelly bis hin zum in Geldnot geratenen Mediziner, der zur Mitarbeit gezwungen wird. Der Geliebte (Timothy Hutton) wechselt problemlos die Mädels, wenn sie von der Bildfläche verschwinden. Und weil immer wieder lange Monologe die Hintergründe der Geschichte erläutern müssen, bleibt die Spannung auch auf der Strecke. Einziger Ulk ist der Ort der Handlung: Mallorca!? Hier kann doch kein echter Horror entstehen. Er wird nur ansatzweise angedeutet, ist also eher nur zu ahnen – falls man noch nicht eingeschlafen ist.
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Sa, 09.05.2009
TV | King George - Ein Königreich für mehr Verstand
Wahnsinn als Chance2 Sterne
Der etwas sonderbare King George scheint den Verstand verloren zu haben und wird wieder geheilt. Das Ganze wird als monarchistische Satire präsentiert. Die Hauptdarsteller Nigel Hawthorne und Helen Mirren geben ihr Bestes. Allerdings nerven die Albernheiten des Monarchen teilweise, obwohl man um eine subtile Darstellung schon bemüht ist. Wichtiger sind vielleicht die Intrigen um den zeitweise entmachteten Monarchen. Die Parallelen zur Jetzt-Zeit können allenfalls etwas erheitern z. B. der ewige, eigentlich unfähige Thronfolger oder das Mobbing zum eigenen Vorteil in Kreisen des Hofes. Doch das zieht sich hin. Und am Ende läuft alles auf ein jubelndes ’Hurrah’ auf die Monarchie hinaus. Wer da nicht mitjubeln mag, bleibt frustriert zurück.
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Fr, 08.05.2009
TV | Reservoir Dogs
Blutrünstige Hunde2 Sterne
Es fällt mir schwer den Hype um das angeblich furiose Debüt des Regietalentes Quentin Tarantino nachzuvollziehen. Abgesehen von der Erzählweise, die von der eigentlich banalen Handlung ablenken soll, wird diese in Einzelteile zerlegt und durchgemischt nachliefert. Der Film schwankt zwischen blutüberströmten Brutalo-Szenen und endlos langen Dialogen der Gangster, die sich meistens anschreien. Und am Ende haben sie sich alle gegenseitig umgelegt. Na toll! Will man uns zeigen ’Gangster sind miese Killer’? , ’In dem Metier traut keiner keinem’? oder etwa ’So weit im Leben, ist so nah am Tod’? Das wussten wir schon vorher.
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Do, 07.05.2009
TV | Hope and Glory - Der Krieg der Kinder
Krieg mal anders4 Sterne
Hier ist John Boorman etwas ganz Seltenes gelungen: eine ernste Komödie über den zweiten Weltkrieg, wo ein Neunjähriger das Kriegsgeschehen an der Heimatfront erlebt. Es bleibt aber nicht nur bei der kindlichen Betrachtungsweise der Kriegsereignisse, die in ihrer Naivität beeindruckt und viel Platz für echte Komik bietet, sondern zeigt auch die Welt der Erwachsenen, die sich durch den Krieg verändern. Ein Familienclan übersteht mit leichten Blessuren die Katastrophe. Manche Situationen erscheinen uns Deutschen mit unserer Bombardierungserfahrung vielleicht etwas albern, aber auf der Insel ging das normale Leben nun mal seinen üblichen Gang. Und so konnte man auch die ersten Explosionen für ein Feuerwerk halten. Dabei wird der Krieg keineswegs verharmlost, nur subjektiv perspektivisch verengt und damit zu einem ganz persönlichen zeitgenössischen Dokument, das keinen Allgemeingültigkeitsanspruch erhebt, aber das durchaus sehenswert ist.
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Do, 07.05.2009
TV | Kopfüber in die Nacht
Auf der Flucht2 Sterne
Wenn man von einem Film nichts anderes erwartet, als unterhalten zu werden, dann liegt man hier goldrichtig. Neben den zig-Nebenrollen, die hochgradig mit bekannten Regisseuren, Schauspielkollegen etc besetzt sind, kann man sich dann nur daran erfreuen, wie Michelle Pfeiffer und Jeff Goldblum auf der Flucht sind, und von einer brenzligen Situation in die nächste rutschen. Oder man macht das Gesellschaftsspiel ’Wer erkennt welchen Promi zu erst?’ Die Gags sind schon etwas angestaubt – 25 Jahre sind eine lange Zeit – und die Handlung stolpert so, wie angekündigt, durch die Nacht. Dafür sieht man erstaunlich viel von Michelle, die immerhin den Durchblick behält.

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Gut gemacht. Gute Schauspieler.Es ist ein schöner Zeitvertreib. Gern auch über Mediathek.

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