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Mo, 02.03.2009
TV | Scaramouche - Der galante Marquis
Ein Degen für die Liebe4 Sterne
Der Film beginnt temporeich und hält das 100 Minuten durch. Vier Hollywood-Legenden sind hier vor der Kulisse des vorrevolutionären Frankreichs zu sehen. (Janet Leigh, Mel Ferrer und Eleanor Parker) . Und natürlich Stuart Granger in seiner actionreichsten und lustigsten Rolle seine Karriere. Eine Lovestory, die überraschende Wendungen parat hat und aus dem Gegensatz Adel –gewöhnliches Volk ihre Spannung bezieht. Sehenswert nicht nur wegen dem superlangen, eindrucksvollen finalen Showdown der Degen, sondern auch wegen der zeitlosen bukolischen Komik in den Pantomimen des Bauerntheaters. Obwohl schon über 50 Jahre alt, immer noch ein spannender und äußerst unterhaltsamer Feel-Good Film für die ganze Familie.
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So, 01.03.2009
TV | Vatel
Die hohe Kunst des Kochens3 Sterne
Nicht nur die Ausstattung ist vom Feinsten auch das Drehbuch von Tom Stoppard und Musik von Ennio Morricone bürgen ebenfalls für Qualität. Die Handlung selbst ist von sekundärer Bedeutung: Intrigen am Hof Ludwig XIV. oder die Affäre mit einer Hofdame (Uma Thurman) .Dafür jede Menge schöne Frauen. Die eigentliche Hauptrolle spielen Nahrungsmittel und die Zubereitung der Speisen. Beim Zuschauen läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Man sollte diesen Film nicht mit leerem Magen anschauen. Das pralle Leben in der Küche. Gerard Depardieu ist in seinem Element. Obwohl schon etwas beleibt – was hier passend ist - kann er noch das volle Tempo gehen. Sein Ende ist der Höhepunkt. Es gerät zu einer optischen Elegie auf den Untergang einer ganzen Epoche. Man sieht nicht den Hauptdarsteller, sondern abgegessene Tafeln, halb verzehrte Speisen und schmelzende Eisverziehrungen.
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Sa, 28.02.2009
TV | The Funeral - Das Begräbnis
Die Frauen der Mafiosi4 Sterne
Ein Mafia-Film der ganz anderen Art. Hochkarätig besetzt (Walken, Rosselini u.a.) zeigt er die Problematik der ’ehrenwerten Gesellschaft’. Anders als im ’Paten’ wird hier auf geschliffene Dialoge gesetzt. Die Selbstverständlichkeit von Rache und Familienehre wird ebenso hinterfragt wie die nach Gerechtigkeit und Moral. Allein die Frauen der Mafiosi versuchen in dem gesetzlosen Chaos für Menschlichkeit und die Beendigung der Gewalt einzutreten. Aber auch sie sind letzten Endes Opfer und Verlierer in dem gnadenlosen Spiel. Abel Ferrara treibt die Gewaltspirale bis zum Exzess und verdeutlicht so die Sinnlosigkeit des Ganzen. Schauspielerisch überzeugend, atmosphärisch düster ist der Film ein intelligent gemachter Leckerbissen des Genres.
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Fr, 27.02.2009
TV | Der Tango der Rashevskis
Tanzen als Heilmittel3 Sterne
Regisseur Sam Garbarski hat das Talent einen ernsten Stoff in recht unterhaltsamer Form vorzustellen. Wir erhalten einen Einblick in den Alltag einer jüdischen Großfamilie. Wie sie Feste feiert (Hochzeiten, Ostern) aber auch Beerdigungen. Vor allem wird deutlich, welche Probleme Juden heutzutage haben beim näheren Umgang mit Halbjuden, Nichtjuden, aber auch mit Rassisten. Diese Dramödie beschreibt sogar mitunter mit Humor und viel Empathie eine Welt, die uns ziemlich fremd ist. In der die jüngere Generation vom Krieg im Libanon traumatisiert ist und die ältere von den Konzentrationslagern. Der Tod der 81jährigen Rosa, die man im Film der Jetztzeit nie sieht, dient als Auslöser. Wie sie aber dann doch in einer Rückblende auftaucht ist durchaus sehenswert und ergreifend. Und auch die titelgebende Idee ist zum Schmunzeln, aber intelligent umgesetzt.
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Fr, 20.02.2009
TV | Amys Orgasmus
Orgi oder nicht1 Stern
Man nehme einen scharfen Titel, eine gut aussehende Blondine – da hat sich die Regisseurin Julie Davis gleich selbst rein-gecastet – und natürlich noch einen gut gebauten Jüngling. Damit es nicht ganz am Thema vorbeigeht gibt’s noch ein paar ’Reitszenen’, die fast jugendfrei sind. Ansonsten wird viel sinniert und gegrübelt, flache Selbsterkenntnisse und Hintergedanken müssen her. Auch ein Priester wird bemüht. Der Zuschauer, der einen scharfen Abend erwartet ist der Gelackmeierte. Und die Lust bleibt auf der Strecke – übrigens auch die zum Zuschauen. Und damit es nicht ganz Banane ist nennt man es eine Satire.
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Do, 19.02.2009
TV | Im Labyrinth des Lebens
Schreiben als Therapie3 Sterne
Die Mutter in der Krise, Vater geht fremd, eine Tochter kifft, die andere todkrank und Oma ist ein Miststück. Als die Frau den Drang zum Schreiben verspürt, wird nicht gleich alles besser, aber ein Happyend zeichnet sich ab. In der sehr komplexen Erzählweise sind die Rückblenden optisch und akustisch nicht immer leicht nachzuvollziehen. Die überraschende Aufklärung eines Mordes aus der Kindheit und die sichtbare Personifizierung des Ichs der Erzählerin im Kindesalter, das heute an ihrer Hand geht, verleihen dem Ganzen einen gewissen Touch und lassen sogar etwas Spannung aufkommen. Eine Möglichkeit der Krisenbewältigung, wenn man es ganz optimistisch sieht.
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Mi, 18.02.2009
TV | Ivanhoe - Der schwarze Ritter
Die Taylors4 Sterne
Mit diesem klassischen Ritterfilm hat Richard Thorpe 1952 lange Zeit Maßstäbe für andere gesetzt. Mit fabelhaften Schauspielern – allen voran die beiden nicht verwandt oder verschwägerten Taylors Robert und Liz – hat er den Roman von Sir Walter Scott werksgetreu umgesetzt. Wie schon in der literarischen Vorlage von 1819 festgeschrieben, ist es bemerkenswert, dass hier eines der frühesten Zeugnisse vorliegt, in dem die Juden staatstragende Maßnahmen unterstützen. Hier in Form des Lösegeldes für Richard Löwenherz. Und es geht immer noch ans Herz, wenn die blutjunge und wunderschöne Rebecca Ivanhoe anschmachtet und letztendlich auf ihn verzichtet. Heute wohl eher ein Jugendfilm, aber ein sehr guter.
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Mi, 18.02.2009
TV | Forty Shades of Blue
Die Schönen und die Reichen1 Stern
Eigentlich passiert in diesem Film relativ wenig. Die Betonung liegt auf dem Versuch der drei zentralen Personen Beziehungen zuzulassen und dann quasi als eigener Beobachter zu fungieren. Dabei verbergen sie so gut es geht ihre eigenen Gefühle. Selbst der große Übervater (Rip Torn) ahnt nur, was sich hinter seinem Rücken abspielt. Er ist ein egoistischer Mistkerl, der auf allen herumtrampelt - sie bisweilen zertrampelt, bis sie nicht mehr können und eigene (Liebes)Aktivitäten beginnen. Es gibt einen titelgebenden Tralala-Song. Aber eigentlich verbirgt sich hinter den 'Vierzig Schattierungen von Traurigkeit' die Feststellung, dass alle nur verschieden heftig traurig (blue!) sind. Traurig wegen eigener Unzulänglichkeit oder dem nicht vorhandenen Mut auszusteigen. Vielleicht ist es aber auch die Furcht vor neuer Bindung oder die Aufgabe des liebgewordenen Wohlstandes. Jeder steht jedem in fassungsloser Unfähigkeit gegenüber. Lösungen gibt's nicht.
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Di, 17.02.2009
TV | Die Offizierskammer
Adrien zieht in den Krieg3 Sterne
Es ist ein Anti-Kriegsfilm der besonderen Art. Es geht um die entstellenden Verwundungen vor allem im Kopf- und Gesichtsbereich, die man vom Krieg davon trägt und wie man damit fertig wird. Sowohl der Betroffene selbst als auch sein Umfeld (Eltern, Geschwister, Geliebte). In eindrucksvollen, oft mit einem grün-gelb Filter aufgenommenen Bildern wird die langsame Annäherung an den eigenen, verstümmelten Körper dargestellt. Damit es auch für den Zuschauer erträglicher wird gibt es Anais, die Krankenschwester (Sabine Azéma), die warmherzig aber resolut, aufmunternd und mitfühlend die Verwundeten pflegt. Ein ernster Film, ein trauriger Film. Und doch gelingt dem Regisseur Francois Dupeyron am Ende eine Lösung, die sehr menschlich ist und nachdem er den Zuschauer auf eine höhere Erkenntnisstufe geführt hat, von ihm auch verständnisvoll mitgetragen wird.
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Mo, 16.02.2009
TV | Excalibur
Könug Arthur, Merlin und Co.4 Sterne
Es ist wohl eines der gelungensten Fantasy- Abenteuer um König Arthur und die Ritter der Tafelrunde. Alle, die wir seit Urzeiten kennen, treten hier auf: Lanzelot, Parzival, Merlin der Zauberer, Camelot sowie die Gralssuche etc. Das Drehbuch knüpft recht geistreich bisweilen sogar gewagt ein Handlungsgeflecht um das Schwert Excalibur. Eine bekannte Darstellerriege u.a. Helen Mirren und Nicol Williamson verschafft spannende Unterhaltung. Die bildgewaltigen Schilderungen mit blutigem Schlachtengetümmel sind ebenso beeindruckend wie der Jüngling in der goldenen Rüstung oder die augenpickende Krähe unvergesslich bleiben. Erstaunlich, dass John Boorman diesen Film bereits 1980 geschaffen hat. Also lange vor der Bluebox wurde hier noch richtig gefilmt und virtuelle Tricks kamen nur in Maßen zum Einsatz. Es bleibt ein Klassiker.

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Gut gemacht. Gute Schauspieler.Es ist ein schöner Zeitvertreib. Gern auch über Mediathek.

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