Sa, 24.12.2016TV | Mr. und Mrs. SmithGeschlechterkampf Old SchoolHier tut sich der Meister des Suspense schwer. Man merkt, er mochte diese Komödie nicht. So besitzt dieser Film auch nur archivarischen Wert.
Ein Ehepaar stellt fest, dass es aufgrund einer örtlichen Ungereimtheit juristisch nicht verheiratet ist. Daraufhin zickt sie (Carole Lombard) rum und er (Robert Montgomery) versucht sie eifersüchtig zu machen. Das ist Old School (1941). Voller Klischees und kindischer Albernheiten. Der Ersatzlover ist wie immer ein Dödel.
Hitch hat sich bei diesem Film sehr unwohl gefühlt. Die Besetzung war schwierig. Carole Lombard entsprach zwar seinem Frauenbild, doch scheute sie sich nicht, ihn durch den Kakao zu ziehen. Im Grunde war sie ihm zu frech.
Auf die Versöhnung der beiden turtelnden ‘Raubkatzen‘ in diesem Geschlechterkampf muss man nicht hoffen, man kann davon ausgehen.
Die Einleitung in den ehelichen Unfrieden ohne Worte ist filmisch gekonnt gemacht. Danach sind noch zwei Szenen bemerkenswert: Regen auf den Karussell, Schnupfen inklusive und die Nassrasur im Bett Maniküre inklusive. Und ein Zitat bleibt noch in der Erinnerung. Über des Ersatzlover sagt Mrs. Smith ‘ein Regenwurm hat mehr Rückgrat als er.‘ Auch das hingekritzelte Wortspiel auf der Visitenkarte von Miss→Mistress Krausheimer/Smith ist ganz nett.
Und wenn man ganz genau hinsieht, bemerkt man, dass nach dem Frauenbild von Hitch der Macho in Mrs. Smith letztlich siegt, während das Weibchen kuscht. Aber sonst war das Remake mit Pitt und Jolie wohl mehr als überfällig. | |
Sa, 24.12.2016Kino | Ich, Daniel BlakeDer Staat tötet seine BürgerKen ist wirklich der Größte. Solange dieser kleine, sympathische Brite großartige Filme macht, gibt es Hoffnung, dass das Abendland kulturell nicht untergeht.
Wiederum schafft er es, ein brandaktuelles Thema solide recherchiert so umzusetzen, dass es emotional unter die Haut geht. Und sein Drehbuchautor John Laverty vergisst nie, die Situationen und Dialoge gelegentlich mit einem feinen Witz zu versehen.
Das großartige an den Ken Loach Filmen ist die geniale Mischung aus thematischer Ernsthaftigkeit und dem Mutterwitz der Betroffenen. Und er geht mit der Zeit. Arbeitslosigkeit ist ja kein neues Thema für ihn, nur jetzt sind wir im voll digitalisierten 21. Jahrhundert, abhängig von gefühllosen IT Systemen, die nur drei Ziffern kennen: Eins, Zwei und Null. Auch die Unpersönlichkeit der Entscheider als Vertreter des Staates wird hier echt kafkaesk ad absurdum getrieben. Man muss sich einfach in ein unsichtbares Netz von sich teilweise widersprechenden Vorschriften verstricken. Dabei bleibt die Menschlichkeit auf der Strecke. Dan (Dave Johns), der auch zur postdigitalen Generation gehört, kann keinen Computer bedienen und läuft ziellos hin und her zwischen Sozialhilfe und Arbeitslosengeld. Im Grunde versteht er gar nicht, was da um ihn herum passiert.
Ähnlich wie ihm ergeht es Katie (Hayley Squires), einer alleinerziehenden Mutter mit zwei Kindern. Für beide geht es auf der sozialen Leiter steil nach unten. Sie verdingt sich bei einem Escort Service und Dan will sie da rausholen. Katie verliert ihre Ehre als Frau, Dan sein Leben. Da hilft auch Nachbarschaftshilfe nicht. Echt tragisch und ausweglos. . Ken bringt es auf den Punkt. Es liegt wohl am System.
Das ist keine schöne neue Welt, sondern leider Realität. Erschütternd ehrlich. Da gibt es Tränen der Rührung und des Zorns. | |
Do, 22.12.2016TV | Irma VepOhne AllesRegisseur Olivier Assayas macht Filme, die einen nichtssagenden Titel bewusst vor ein Machwerk mit endlos langen Dialogen setzen. Das ginge ja noch halbwegs. Wenn man weiter hinschaut vermisst man aber Struktur: einen Anfang oder so etwas wie ein Ende. Es gibt keinen Höhepunkt und keine Spannung. Mit einem Wort: seine Filme sind ‘Ohne alles‘. Nennen wir sie die ‘Ohne AHSE Filme‘. (Abkürzung für ohne Anfang, ohne Höhepunkte, ohne Spannung und ohne Ende).
Dabei ist es egal ob er eine alternde Diva in den Mittelpunkt stellt oder ein chaotisches Filmteam. Ohne Witz und Verve schildert er hier den alltäglichen Streit und das Kompetenzgerangel der Crew. Zwischendurch sehen wir s/w Bilder von einem alten Stummfilm von vor dem Ersten Weltkrieg von Louis Feuillade, die viel besser sind, als das, was sich Filmregisseur Vidal (Jean-Pierre Léaud) hier zusammenstöpselt.
Wieso hier eine unbekannte Nackte plötzlich mal telefoniert, bleibt Assayas Geheimnis.
Genialerweise spielt die Chinesin Maggie Cheung die Maggie Cheung. Das ist Satire pur, sollte man meinen. Nur wen interessiert das schon? Die beim Film sind kennen das Chaos, die Zuschauer wollen einen Film sehen, nicht wie einer nicht gemacht werden kann. Das hier ist uninteressanter Murks. Ein Ohne AHSE-Film eben. K.V. | |
Do, 22.12.2016TV | Ein Abend mit Olivier Assayasdie MaloyaschlangeDas ist Arthouse pur, will sagen ein Film der schwierigen Art. Die alternde Diva Maria Enders (Juliette Binoche) diskutiert und probt mit ihrer Assistentin Valentine (Kristen Stewart) ein Stück, in dem sie vor Jahren die Hauptrolle spielte. Damals war sie die Jüngere, die die Ältere in den Selbstmord trieb, jetzt in einem Remake soll sie die Opferrolle übernehmen. Mein Wissen gründet sich auf die Tatsache, dass ich den Beipackzettel gelesen habe. ‘Sils Maria‘. Was für ein Titel.
Ganz Ausgeschlafene werden eine Parallele zwischen der Fiktion des Stückes und der Realität der beiden Frauen erahnen. Die wunderschöne Bergkulisse mit einem titelgebenden Wetterphänomen verhindert den Tiefschlaf. Denn das Problem ist, dass das, worüber die Mädels reden, niemand versteht, was die proben ist aus einem nebulösen Zusammenhang gerissen, den niemand blickt und sie über Leute plaudern, die keiner kennt: die offensichtlich vom Film sind. Daneben gibt es jede Menge Belanglosigkeiten mit massivem schon inflationärem Handy Einsatz, auffallend lautem Gelächter, das von Albernheiten erstickt wird. Oder sie machen auf Tiefenpsychologie ‘Da taucht sie kopfüber in die Doppelbödigkeit ihrer Figur ein‘. Klar! Noch Fragen? Zwischendurch gegen die Mädels ins Kino, ins Casino, begehen Fahrerflucht, gehen nackt baden und wandern in die Berge, um diese ominöse Nebelschlange zu sehen.
Die Diva zickt rum am Rande einer lesbischen Beziehung zu Val, die vor dem überflüssigen Epilog spurlos und wortlos verschwindet. Man vermisst sie nicht. Es gibt eine neue Assistentin. Im Grunde merkt man, dass Diva Enders alles ‘ankotzt‘. Da kann ihr der Zuschauer bloß zustimmen.
Mit Hanns Zischler und Angela Winkler umkreisen zwei deutsche Leinwandgrößen die alternde Diva in einer Filmsuppe ohne Salz und ganz ohne Pfeffer aber mit ganz großem Anspruch. K.V. | |
Mi, 21.12.2016TV | Indiana Jones und der letzte KreuzzugGralssucheIndiana Jones ist wohl eins der Lieblingsthemen von Steven Spielberg. Wenn ich richtig mitgezählt habe ist der hier die Nr. 3 in dieser Tetralogie.
Inzwischen ist die Indi-Reihe Kult. Altbewährtes kommt wieder zum Einsatz z.B. die gewohnten Schocker mit Ratten und Schlangen, auch die Nazis sind wieder die Bösen. Diesmal mit Zeitbezug in die 30er Jahre als sie in Berlin Bücher verbrannt haben. Der Humor ist hier besonders pfiffig, weil hier Vater (Sean Connery) und Sohn (Harrison Ford) auf einander treffen. Ihre erste Begegnung ist gleich ein Knüller. Aber auch ihre Konkurrenz bezüglich der blonden Nazi Agentin Elsa Schneider (Bond Girl Alison Doody) bietet Gelegenheit für amüsante Apercus. Gelegentlich grenzt der Humor allerdings schon mal an Klamauk. Nicht der Fatima Effekt mit dem Vater Jones seine Schussverletzung überlebt. Das erwarten die Fans ja auch. Hier passt das einfach zum Titel mit religiösen Hintergedanken. Der individuelle Nutzen eines Kreuzzuges bestand doch in der Erlangung des Seelenheils. Altvattern Jones erging es nun mal so mit seinem körperlichen Wohl. Auch gut. Bei so viel praller Action kann man leicht über historischen Ungenauigkeiten hinwegsehen.
Dafür schauen wir am Ende nochmal beim Weltkulturerbe in Petra vorbei. Einfach immer wieder gut. Spaßig durch Situationen und Dialoge ohne viel Blut und Grausamkeiten, kommt hier eine überwältigende Technik temporeich zum Einsatz.
Auch die Darsteller und der Plot, sind einfach klasse. So geht wohl Unterhaltung heute. | |
Di, 20.12.2016TV | Einsam sind die TapferenTechnik gegen NostalgieDavid Miller hat 1962 einen Abgesang auf den Western gemacht. Der Film ist so herrlich altmodisch wie das Sujet, dass er behandelt. Jack Burns (Kirk Douglas sprüht nur so vor Spielfreude) ist irgendwie aus der Zeit gefallen. Ein Cowboy alter Schule, der mit seinem Pferd Whiskey unterwegs ist. Zäune in der Landschaft begrenzen seine Freiheit. In der Welt um ihn herum gibt es Düsenjets, Hubschrauber und Highways. Sheriff Johnson (Walter Matthau) jagt den Gefängnisausbrecher mit dem Jeep. Auch seine Aktion, seinen Freund Paul (Michael Kane) aus dem Gefängnis zu befreien, macht der nicht mit. Dessen Frau Jerry (Gena Rowlands) versucht vergeblich Jacks Realitätssinn zu schärfen. Jack geht seinen Weg unbeirrt bis hin zur Katastrophe. Irgendwie ist er glücklich. wie er so da im Regen auf dem Highway liegt. Ganz im Gegensatz zu Sheriff Johnson. Der tut nur seine Pflicht und kann Jack verstehen. An der Figur von Sheriff Johnsons Stellvertreter Gutierrez (George Kennedy) kann Jack noch einmal seine alte Klasse beweisen. Man sieht nicht, wie der ihn zusammenschlägt. Da fällt die Tür ins Schloss. Nur später beim Anschleichen zeigt Jack, dass er sein Metier immer noch beherrscht.
Trotz viel Humor ist der Film eigentlich eine Elegie. Das soll wohl auch der Titel ausdrücken. Fast eine Tautologie. Wir erkennen, was Jack nicht wahr haben will und sehen wie er in sein Verderben rennt. Besonders Western Fans brauchen hier viel Haltung und Stehvermögen, dass die gute alte Westernzeit wohl vorbei ist. In diesem Sinne lohnt sich das Anschauen. | |
So, 18.12.2016TV | Saving Mr. BanksVater BanksDer Titel kaschiert die Geschichte dahinter total. Man kann nicht ahnen, dass es um die Verfilmung von ‘Mary Poppins‘ geht. Die Autorin Pamela Travers (Emma Thompson) verhandelt mit Walt Disney (Tom Hanks) über die Rechte ihren Roman zu verfilmen. Eine an sich trockene Angelegenheit, die zum einen durch die beiden Hauptdarsteller hervorragend rüberkommt. Hier glänzt besonders Pam als kratzbürstige, sonderbare Jungfer. Ihr gelingt es bei aller schrullenhaften Kauzigkeit letztendlich sympathisch zu wirken. Sie ist eine typische Vater-Tochter (Sein Vorname Travers und im Buch heißt er Mr Banks). Zum anderen sind die Retros aus Pams Kindheit so warmherzig und symptomatisch für eine schwere Jugend mit versoffenem aber liebevollem Vater (Colin Farrell), dass der Fortgang der Handlung das Wohlfühlgefühl wie von selbst steigert. Von den gut gecasteten Nebenrollen sei nur der Chauffeur Ralph (Paul Giamatti) erwähnt, der als erster Pams vergrabenen Emotionen freilegt. Sie hat ihr Herz mit Retro-Stacheldraht umzäunt, der erst nach einer Aussprache zwischen ihr und Walt aufgebrochen und abgebaut wird. Emma Thompson macht das überzeugend bis hin zur befreienden Träne. Originalszenen aus dem Klassiker der 60er Jahre werden eingespielt. Das ist alles Old School, aber es passt gut zusammen. Sogar das hier neu erfundene längste Wort der englischen Sprache ‘supercalifragilisticexpialidocious‘ gehört in diesem Zusammenhang erwähnt. Ein Feel-Good-Movie, das noch tiefer berührt als Peter Pan, weil der Film noch eine weitere Dimension besitzt. | |
Sa, 17.12.2016TV | Chernobyl DiariesTagebücher von ChernobylAbenteuer-Trash, der als Horror aufgemotzt ist. Doch die Wahrheit über Chernobyl ist viel grausamer als diese in mehrfacher Hinsicht Billig-Produktion. Wie kaputt ist das denn, wenn man für diese größte Katastrophe der Menschheit diese Location wählt. In der Nähe von Budapest und Belgrad findet man offensichtlich heute immer noch das passende Ambiente für so einen Film.
Auf der Jagd nach dem ultimativen Kick reisen einige junge Leute völlig unvorbereitet ins verstrahlte Gebiet. Abenteuer für Unbedarfte. Ein bisschen Wackelkamera, viel Dunkel und viel Unschärfe sollen die Zuschauer das Gruseln lehren. Die Mädels sind für das Kreischen verantwortlich und die Jungs versuchen auf Helden zu machen. Planlos rennt diese Gruppe ewig lange durch verlassene Gebäude, nur unterbrochen vom Auftritt eines Braunbären und später von mehreren Hunden. Fachleute nennen so eine Technik ‘Found-Footage-Look‘. Was für ein Euphemismus für Unfähigkeit!
Dann kommt das ‘Zehn-Kleine-Negerlein-Prinzip‘ zur Anwendung. Von den sechs jungen Leuten bleibt nur Amanda (Devin Kelley) übrig und die wird am Ende weggesperrt zu den anderen Verstrahlten. Geniale Lösung. So im Sinne von selber schuld. Und dann ist der Mist noch nicht einmal spannend. Was für ein Kokolores. Horror auf Kosten der wirklich Verstrahlten, Verharmlosung der Realität. K.V | |
Fr, 16.12.2016TV | Die Farbe LilaNetties BriefeHier hat sich Steven Spielberg nicht nur als Frauenversteher geoutet sondern auch als einer der die Rassenproblematik sieht. Und das ist kein Vorwurf. Letzteres hat er recht distanziert geschildert, weil wir hier in einer Welt sind, in der fast ausschließlich Farbige vorkommen. Beides sind gute Gründe für die zeitlose Klasse dieses Films. Lediglich Miss Millie (Dana Ivey), die weiße Frau des Bürgermeisters, steht stellvertretend für die Weißen. Die ihr fehlende praktische Intelligenz wird durch ihre Hysterie noch verstärkt und somit ins clowneske getrieben.
Das Leid der jungen Celie (stark Whoopi Goldberg, noch bevor sie danach ins Quatsch- und Comedy Fach wechselte) wird eindrucksvoll geschildert. (Zwangsehe, Vergewaltigung und Demütigungen). Ihr Peiniger und Ehemann Albert (Danny Glover) kommt erst am Ende möglicherweise zu neuen Erkenntnissen. Er glänzt durch Dummheit und Brutalität. Die Beziehung der getrennten Schwestern Nettie und Celie ist der rote Faden des Films.
Es ist ein Frauenfilm und ein Emanzipationsdrama, in dem bei einem finalen Abendessen Klartext geredet wird. Auch die Nebenhandlungen mit Sophia (ganz groß Talkerin Oprah Winfrey) und Squeak (Rae Dawn-Anfangsfeuer-Chong) runden das Bild gut ab.
Sogar für Komik und Jazz ist Platz. In der Jazzspelunke glänzt Alberts Geliebte Shug Avery (Margaret Avery), die Celie in die Freiheit entführt zusammen mit ihrer Schwester Nettie (Akosua Busia) und Squeak.
Das Ende des Films ist etwas kryptisch geraten. Wie das ganze tränenreiche Familientreffen organisiert wurde - inklusive Erbschaft - darf erraten werden. Jazz und Kirchenlieder vereinigen sich zu einem Finale mit Feld voller lila Blumen.
1985 eine Provokation, heute ein Klassiker, dem man die 150 Minuten nicht anmerkt. Elf Nominierungen, keinen Oscar! | |
Do, 15.12.2016Kino | Der gute HirteDer gute AmerikanerNach der Bibel gibt ‘der gute Hirte sein Leben hin für seine Schafe‘. Wenn Robert De Niro damit seine Hauptperson Edward Wilson (Matt Damon) meint, den Mann der die CIA aufgebaut hat, kann das nur heißen, dass er sein Familienleben für sein Land geopfert hat. Denn wir erfahren ‘Für sein Land spionieren, heißt ihm dienen.‘ Das Drehbuch von Eric Roth bietet aber größtenteils eine Romanze mit Aufsteigerpotenzial. Das mit den Agenten während der Kubakrise verflacht zu einem ständigen Shake Hands und Aktenaustausch, Vertraulichkeiten, Misstrauen und Karriere. Obwohl es Tote gibt: Martina Gedeck wird nach einer Matratzeneinlage urplötzlich erschossen, die Verlobte von Edward Wilson Jr.(Eddie Redmayne). Laura wird aus dem Flugzeug ohne Fallschirm abgeworfen, sind weite Strecken des Films spannend wie eine Modenschau. Auch die Promi Riege kann die angekohlten Kastanien nicht aus dem Feuer holen.
Der Film ist durchaus anspruchsvoll, detailgenau und dokumentenecht. Der Name ‘Schweinebucht‘ fällt mehrmals und ruft lediglich bei Insidern ein verständnisvolles Nicken hervor. Dafür werden Edwards Qualitäten als Womanizer sowie seine Fruchtbarkeit ausführlich geschildert. Hier kommen neben Martina Gedeck noch Angelina Jolie oder die taubstumme Clover zum Einsatz.
Sogar höchste Komik mit Albernheiten gibt es kurz, wenn Matt Damon mit Baströckchen in einem Musical singt. Als Denkmal für die große CIA ist es etwas gewöhnungsbedürftig. Jetzt wissen wir allerdings, dass diese Organisation ‘Amerikas Auge und Ohr sein will, nicht sein Herz und seine Seele.‘
Die verschwommene Anfangsszene nervt mit den Wiederholungen bis zur Auflösung ebenso wie der Brief von Edwards Vater, der noch einen Schuss Pathos in die Suppe gießt. Wenn man die Andeutungen richtig versteht, ist ein guter Amerikaner ein karrieregeiler Frauenbeglücker.
Robert De Niro (drei Cameos) ist vor der Kamera besser als dahinter. Bei wenigen Filmen hat man so händeringend das Ende herbeigegähnt. K.V. | |
Sa, 12.07.2025 von antoniawarda
richtig schlechte Sendung, man kann nicht wirklich mitraten, weil die Aufgaben für den Zuschauer ...
Sa, 14.06.2025 von Rozenbaum
Gute Themen, aber warum müssen alle Gästinnen grell überschminkt sein . Zu viel BotOx, zu viel ...
Fr, 30.05.2025 von Coa60
Die Sterne sind für die satirische Kritik am Hebammengesetz. Ansonsten fand ich die Sendung nur ...
Sa, 17.05.2025 von Kunstart.net
1. Klone haben (Kindheits-)Erinnerungen implantiert, damit sie nichts hinterfragen, nicht davon ...
Sa, 19.04.2025 von frge
Gut gemacht. Gute Schauspieler.Es ist ein schöner Zeitvertreib. Gern auch über Mediathek.