Mi, 22.06.2016TV | Leichen pflastern seinen WegSieg des BösenDer fast lyrisch anmutende deutsche Titel (besser als das Original) dieses Western Klassikers wurde inzwischen in unserer Sprache zu einem Euphemismus für jemanden der skrupellos aufgestiegen ist und dabei seine Ellenbogen benutzt hat. Er oder sie ging dann quasi über Leichen. Ein Winterfilm, der an die ‘Gehassten 8‘ erinnert oder an Altmans ‘McCabe & Mrs Miller‘. Es gibt nur Schurken, die Frauen leiden und ein choreographisch inszeniertes Finale wird von einer Message ergänzt. Es geht gegen die Kopfgeldjäger. Jene Killer wie hier Klaus Kinski als Loco, die angeblich als verlängerter Arm des Gesetzes fungieren, in Wirklichkeit aber brutale Mörder sind, deren Lieblingsbeschäftigung das Töten ist. So endet der Film auch ganz konsequent in einem Massaker, dem gefesselte Geiseln ebenso zum Opfer fallen wie die Frauen. Auch der Schweigsame Silence (Jean-Louis Trintignant), der eigentlich als Gegenpart aufgebaut worden ist, muss in den Schnee beißen und schweigt dann für immer. Ein ungewöhnliches, gnadenloses Ende, in dem das Böse triumphiert.
Leiser Humor (-‘Man muss für das Alter vorsorgen‘. – Sie sind sehr optimistisch Sheriff‘.) und lange Großaufnahmen prägen die Stimmung in wunderschöner Landschaft. Es gibt lange, stille Szenen, nach denen die Handlung plötzlich wieder explodiert.
Wegen des für die Mehrheit der Zuschauer unbefriedigenden Schlusses hat Corbucci noch einen mit Happy End gedreht. Darin darf Silence dann seine Geliebte Pauline (Vonetta McGee) in die Arme schließen. So oder so ist es ein Klasse Western. | |
Mi, 22.06.2016Kino | Vor der MorgenröteEin (un)angenehmes ExilUm das Positive gleich vorwegzunehmen: es ist durchaus aller Ehren wert, dass sich Maria Schrader dieses nicht unbedingt mainstream-kompatiblen Stoffes angenommen hat. Klar hat jeder schon mal den Namen Stefan Zweig gehört oder sogar seine ‘Schachnovelle‘ gelesen, aber über dessen politische Einstellung ist wenig bekannt, über die Gründe seines Suizids ebenfalls. Es fehlt Frau Schrader aber ein klares Konzept. Keine Standortbestimmung des Exilanten in Südamerika. Man kann es nur erahnen. Verschlimmert wird dieser Umstand durch die dilettantische Technik. Manche Kapitel vom Lebensende des Schriftstellers wirken recht willkürlich ausgesucht und sind z.T. durch überharte Schnitte auseinandergesprengt worden. Nur eingefleischte Kenner der Biographie können erahnen, welche Personen da jeweils gerade agierten. Das Verständnis wird auch oftmals durch die Tatsache erschwert, dass man die Untertitel in weißer Schrift auf oft weißem Grund nicht lesen kann. So kann ich auch nur annehmen, dass der Titel aus Zweigs Abschiedsbrief stammt: ‘Ich grüße alle meine Freunde! Mögen sie die Morgenröte noch sehen nach der langen Nacht! Ich, allzu Ungeduldiger, gehe ihnen voraus.‘
Nur eines wird deutlich: Stefan Zweig war ein weltweit geschätzter Autor, dem eine riesige Leserschaft zu Füßen lag und der eigentlich ein angenehmes Leben im Ausland führte. Umso überraschender kommt dann sein Selbstmord nach lustiger Geburtstagfeier und einem Hund als Geschenk. Da fragt man sich ‘Wie konnte der bloß?‘ Josef Hader spielt die Titelfigur recht distanziert. Das Drehbuch legt ihm ellenlange Dialoge auf, die wenig Auskunft geben über den Menschen und schon gar nicht über den Schriftsteller.
Von Heimweh oder Unverständnis keine Spur. Nur für den Schluss hat sich Schrader mit der starren Kamera etwas einfallen lassen. Etwas, was die Distanz zum Menschen allerdings noch vergrößert. So rückt Stefan Zweig nie in die erste Reihe neben den im Film erwähnten Größen wie Thomas Mann. Schade eigentlich. | |
Mo, 20.06.2016TV | Kick it - Zwei wie Feuer und WasserRudo & CursiEine Parabel über das Leben von zwei Fußballprofis. Rudo (Diego Luna) ist etwas schlicht geraten, sein Bruder Cursi (Gael Garcia Bernal) etwas heller und hat mit dem Akkordeon noch ein zweites Bein für sein Auskommen. Beide können gut mit dem Ball umgehen. Der eine ist ein Stürmer, der andere ein Torwart. Sie arbeiten sich in der Liga hoch, die von mafiösen Wetten manipuliert wird. Der Wohlstand steigt, aber auch das Laster: zocken, schnupfen und Mädels. Am Ende stehen sie sich beim Elfmeterschießen gegenüber. Jetzt muss einer verlieren - trotz Absprache. Der Anfangsgag wiederholt sich nicht: Rudo hatte damals gesagt ‘Schieß in die rechte Ecke‘. Damals war die Frage ‘Rechts von wem aus?‘ Jetzt ist es ohnehin egal.
So wird der eine ein Held, der andere ein Auslaufmodell. Schulden müssen aber noch bezahlt werden. Da kennt die Mafia keine Gnade. Rudo und Cursi verlieren alles bis auf ihre brüderliche Zuneigung. Das Haus für Mama (Dolores Heredia) baut der Drogenbaron und neue Stiefvater, der die Alte auch noch schwängert.
So könnte es gewesen sein, ohne absoluten Wahrheitsanspruch. Hoch gespielt und alles verloren. Das einfachere Leben soll wohl hier das bessere sein. Der weise Off Kommentar legt dann noch nach ‘die Liebe zu einer Frau, ist wie die Liebe zum Ball‘ oder ‘Talent und Leidenschaft sind Gegensätze wie Fan und Idol‘. Am Ende steht die Erkenntnis ‘die Fairness hört immer da auf, wo die Intoleranz anfängt‘.
Amüsante Unterhaltung, die auch noch Sinn macht. | |
Sa, 18.06.2016TV | Der letzte ScharfschützeFilmtod einer LegendeDon Siegel hat der Westernlegende John Wayne ein würdiges Denkmal gesetzt. Der ‘Shootist‘ war John Waynes letzter Film. Es ist ein Abgesang auf eine ganze Ära. Keine Elegie. Um im Bild zu bleiben eher ein wärmendes Lagerfeuer in der Prärie. Zum ersten Mal wird der unbezwingbare Revolverheld bezwungen. In der Eingangspassage sehen wir Szenen aus seinem filmischen Leben, in denen er immer wieder Leute erschoss. Das ging locker und leicht von der Hand, denn es waren ja stets die Bösen gewesen.
Der Abgang wird peinlich genau vorbereitet: sein Anzug gereinigt, frisch frisiert und rasiert, trifft er seine letzten drei Gegner im Saloon. Darunter unter anderem Knubbelnase Richard Boone Viele mit ihm altgewordene Recken erweisen ihm hier nochmal die letzte Ehre: James Stewart als Dr. Hostetler verschreibt dem krebskranken Laudanum, Lauren Bacall entfacht als zimmervermietende Wirtin Bond Rogers ein späte und ganz zarte Romanze in jenem wunderschönen Spätsommer und der Marshall Harry Morgan verhindert durch seine kaltschnäuzige Ironie, dass es sentimental wird.
Es fällt auch noch ein kritischer Blick auf die Szene. Alle wollen die Legende vermarkten: der Leichenbestatter (John Carradine) liefert den Grabstein und seine Jugendliebe Serepta (Sheree North), die er fast geheiratet hätte, hat sich für die Hinreise in Unkosten gestürzt. Der alte, kranke Mann ist eben Gold wert.
Das Ergebnis ist ein menschlich warmherziger, am Ende sogar spannender Spätwestern mit einem Hauch von Tragik. Die letzte Woche im Leben eines ganz großen der Leinwand, der drei Jahre später dann tatsächlich das am eigenen Leibe nachvollzogen hat, was er hier schauspielerisch andeutete. Ein Klassiker! | |
Sa, 18.06.2016TV | Nathalie - wen liebst du heute Nacht?Nur Feuer gegebenDer Film hier ist das Original, das unter dem Titel ‘Chloé‘ sechs Jahre später noch einmal verfilmt wurde. Im Remake spielten drei gute Schauspieler in diesem angeblichen Dreiecksverhältnis mit. Hier sind es drei Titanen des französischen Films. Ehefrau Catherine (Fanny Ardant) setzt die titelgebende Nutte Nathalie (Emmanuelle Béart) auf ihren Ehemann Bernard (Gérard Depardieu) an, um seine Treue zu testen. Die schildert die Treffen in ausführlichen Details. Beim genaueren Hinhören merkt der Zuschauer aber schon bald, genau wie Catherine, dass Natalie ihre Darstellungen der sexuellen Treffen emotionslos runterleiert. Sie benutzt Worte, die nicht zum Stil von Bernard passen. Dieses Ausfrage-und-Antwortspielchen zwischen den beiden Frauen läuft in kurzen staccatoähnlichen Sätzen ab. Andererseits ist Nathalie so überzeugend, dass man ihr einfach die Schilderung abnimmt. Umso überraschender ist dann die Auflösung der bezahlten Anmache. Gérard Depardieu hat den leichtesten Part. Er weiß von nichts und geht seinen Weg gradlinig. Seine Frau hat es da darstellerisch etwas schwieriger. Sie leidet, bleibt zwanghaft wissbegierig und entwickelt sogar so etwas wie eine schwesterliche Beziehung zu Nathalie. Und die glänzt durch hurenmäßige Professionalität und lässt dabei noch viel Herz durchschimmern.
Diese drei geben der Handlung ihren Tiefgang und zwar so ausgewogen, dass einem die Auflösung nach der superkurzen optischen Begegnung der Akteure passabel erscheint.
Es bleibt ein Ehedrama, das sich mit den Folgen von Misstrauen und Eifersucht auseinandersetzt. Mit Verführung zwischen Angebot und Akzeptanz.
Und im biblischen Sinne könnte man darin die Erkenntnis als Folge einer (angeblichen) Verführung sehen. Dann wäre Catherine die Eva, Nathalie die Schlange und der Apfel der verbal geschilderte Geschlechtsverkehr. Interessant. | |
Do, 16.06.2016TV | Bekas - Das Abenteuer von zwei SuperheldenWaisenkinderDie beiden Kriegswaisen, Zana (7) und Dana (10), versuchen mit einem Esel von Kurdistan nach Amerika zu kommen. weil dort ihr Idol, Superman, zu Hause ist. Ein wunderschöner Traum, der natürlich zum Scheitern verurteilt ist. Aber die beiden Jungs fühlen sich am Ende trotzdem wie ihr Held. Und wer etwas über den Tod ihrer Eltern erfahren will, muss ganz genau aufpassen. Es wird nur mal kurz erwähnt.
Mit großem Einfühlungsvermögen für den kindlichen Charme erzählt Karzan Kader seine Geschichte und liefert gleichzeitig einen Einblick in den Alltag des Landes. “Amerika ist eine große Stadt, die liegt da vorne“. Und als Dana von der kleinen Helliya (Diya Mariwan) einen Kuss bekommt, meint er schwärmerisch “Jetzt bin ich verheiratet“.
Sie werden getrennt und finden sich wieder, samt ihrem Esel der Michael Jackson heißt. Wie Zana den Druck auf die Blase erlösend vermindert, während er unter einem Laster hängt, ist eine artistische Meisterleistung. Und auch wenn beide Brüder in einem Sack versteckt reisen, muss auch mal gepinkelt werden, denn einer Flasche Coca Cola kann keiner widerstehen. Kleine Unpässlichkeiten wenn Dana das Amulett seiner Freundin schenkt, obwohl die Buben damit eigentlich ihre Weiterreise nach Amerika bezahlen wollten, beleben die Handlung ebenso wie eine vermeintliche Landmine, auf die Dana versehentlich tritt. Da steckt viel Lokalkollorit drin. Und Zana und Dana entpuppen sich als echte Lebenskünstler. Es ist einfach ein netter Film. | |
Mi, 15.06.2016TV | Kalter SchweißNette KumpelsAus der Spätphase des Altmeisters Terence Young ein Routinereißer, der aber nicht übertrieben reißt. Die wenigen logischen Löcher überspielt der Held Charles Bronson (Joe) souverän. So ist man es halt von ihm gewohnt. Es gibt ein paar Emotionen bezüglich der Ehefrau (in einer ungewöhnlichen Rolle etwas unglücklich Liv Ullmann). Alte Kriegskumpels üben sich in Kameradschaftsgeist. Der fürs Sterben so schlecht geschminkte James Mason als Gangsterboss – so blass sind nicht mal Tote – kann sich hier nicht beweisen. Seine geliebte Moira (Bronsons Ehefrau Jill Ireland) als Hippiemädchen schon eher.
Terence Young weiß, wie man Spannung auf die Leinwand zaubert. Lange wortlose Passagen durch ein Haus, wo hinter jeder Ecke ein Bösewicht lauern kann oder Joe hat den Vorposten Whitey (Michel Constantin) am Genick und man kann seinen finalen Bruch nur durch eine Klapptür verfolgen: man sieht’s, dann wieder nicht etc…
Wechselnde Machtverhältnisse je nach Waffenbesitz und die wunderschöne Landschaftskulisse bieten spannende Unterhaltung. Bisweilen geht einiges allerdings zu glatt. Bronson hebt einen Revolver mit den Füßen vom Boden auf oder es brennt aus heiterem Himmel. Rasante Autofahrten und das sich lange vorher ankündigende Happy End machen den Film allgemeinkompatibel. Keine große Filmkunst, kein nennenswerter Tiefgang, aber auch keine Langeweile. Reine Unterhaltung. Allein schon der deutsche Titel ist krimireif. Im Original hieß es noch ‘Von Seiten der Kumpels‘. Die aber wie meistens strohdumm oder tot sind. | |
Di, 07.06.2016Kino | Nomaden des HimmelsSchöne einsame WeltDer Film ist vor allem eins: er ist wunderschön! So spielt die weite Landschaft von Kirgistan eine nicht unwichtige Nebenrolle. Die fünf Menschen, die von und in und mit der Natur hier leben, verschmelzen zu einer Einheit.
Die Großeltern stehen dem Fortschritt eher skeptisch gegenüber, sind aber wichtige Überbringer von alten Mythen und Sagen, in denen sich Menschen in Vögel verwandeln (vgl. Originaltitel!). Ihre siebenjährige Enkeltochter Umsunai saugt sie gierig auf und setzt sie zugleich um. (z.B. ihren toten Vater). Ihre Mutter (Taalaikan Abazova) bekommt vom Nachbarn einen Heiratsantrag, den sie aus unerklärlichen Gründen ablehnt - ein Tränchen fließt – mehr nicht.
Der Gegensatz Stadt und Land wird in der Person ihres Sohnes deutlich, der in der Stadt Architektur studiert. Hier in der Pampa gibt es leider keine Bauwerke. Eine Straße soll gebaut werden, vielleicht eine Eisenbahn…
Die Handlungsarmut wird durch die Mythologie der Sagen und die beeindruckende Landschaft aufgewogen. Sparsame Gesten verdeutlichen Gefühle. Man redet nicht viel hier am Ende der Welt. Da ist es schon ein Ereignis, wenn Großvater alte Märchen erzählt. Der Film bricht aber auch keine Lanze für den Fortschritt. Es wird das arbeitsreiche Leben in der Einsamkeit beschrieben, nicht gelobt und nicht verteufelt. Der frustrierte Großvater stirbt einfach. Die Welt hier draußen wird sich bestimmt verändern. Nur die Sagen werden bleiben. Hoffentlich!
Eine Doku mit leichtem Anflug eines Spielfilms. Wunderschön eben. | |
Do, 02.06.2016TV | TreibsandDie nackte LuluDer Titel ist etwas unglücklich gewählt, denn Lulu ist offenbar der Euphemismus der Sünde schlechthin. Das stellt man fest, wenn den Originaltitel sucht. Der deutsche Titel hingegen ist voll daneben. Im ‘Treibsand‘ versinkt man. Es ist eine tödliche Falle. Hier nimmt sich Lucy (Karin Viard), verheiratet und Mutter von drei Kindern eine ‘Auszeit‘ vom Ehealltag. Sie versinkt nicht, sondern blüht auf. Klar, der Ehemann ist ein Arschloch, die Kids nerven und einen Job bekommt Lulu auch nicht.
Auf ihrem Trip in die Selbstfindung macht sie zunächst Station bei Charles (Bouli Lanners) einem Lebenskünstler im Wohnwagen und dann betreut sie die alte Marthe (Claude Gensac) und beide helfen der unterdrückten Viginie (Nina Meurisse). Dem Originaltitel wird die Viard gerecht. Nach einem Bad im Meer glänzt sie kurz im vollen Evaskostüm. Was lange Zeit für einen feministischen Versuch einer Befreiung gelten kann wird gegen Ende durch ungewohnte Komik verwässert. Da sind die beiden skurrilen Brüder von Charles z.B., die direkt aus dem absurden Theater entlaufen zu sein scheinen. Man weiß nicht so recht, machen die auf Verarsche oder sonderbare Komik oder soll ihr Getue etwa eine mögliche Gefahr sein? Das Ende in Lulus Haus wird durch wirre Schnitttechnik etwas unübersichtlich: Ehemann schlägt Lulu nieder, aber Marthe kommt ins Krankenhaus und stirbt auch noch. Und ganz zum Schluss kommt auch noch Charles bei ihr vorbei und fragt die Tochter, ob er auf sie im Garten warten kann…Ende Gelände!
Neben wenigen amüsanten Passagen gibt’s logische Löcher und ein offenes Ende .Karin Viard ist wie immer großartig. Und zum wartenden Charles kann man nur sagen ‘Was nicht ist, kann ja noch werden‘. Ich hätte gern erfahren, ob das was wird. Ist aber wohl nicht das Thema. Empfehlen würde ich den Film nicht. | |
Mi, 01.06.2016TV | Schottische Trilogie: Meine Kindheit + Meine Leute (1+2/3)Die Stille und die LeereDie Trilogie sprengt sowohl von der Machart her den Rahmen des Üblichen (stringente s/w Bilder, mit vielen statischen und langen wortlosen Szenen) als auch vom Inhalt her (extreme Armut in menschlicher Kälte).
Bill Douglas hat wohl bewusst auf Professionalität verzichtet. Die eigenwilligen Einstellungen beherrschen die Szenerie und wirken bisweilen etwas amateurhaft in besten Sinne des Wortes.
Die Trilogie wird unterteilt in ‘Meine Kindheit‘, ‘Meine Leute‘ und ‘Mein Weg zurück‘.
Die beiden Buben Jamie (Stephen Archibald) und Tommy (Hughie Restorick) wachsen bei ihren Großmüttern auf. Die eine fast dement, die andere nur im Suff zu ertragen. Sie müssen sich in einer Welt behaupten, in der es dem Hund besser geht als ihnen und sogar der Kanarienvogel in Lebensgefahr ist.
Der Film schildert den Alltag in dokumentarischer Nähe und betont dabei ganz konsequent die permanente Unmenschlichkeit des sozialen Umfeldes. Dabei ist es nicht immer leicht, manche Szenen einzuordnen.
Die Gefühlswelt der Figuren speist sich ausschließlich aus Hass, Missgunst, Frust und Gewalt; innerhalb und außerhalb des Familienverbandes. Selbst ein Kinderheim oder am Ende sogar die Armee können kein Geborgenheit bieten, obwohl es ansatzweise schon mal versucht wird. Es gibt Robert (Joseph Blatchly), einen echten Freund oder einen Erzieher.
Am Ende kreist die Kamera ohne Ton in einem leeren Haus. Was für eine Heimkehr!? Aber es kann ja nur besser werden. Solche Filme wirken der McDonaldisation entgegen. Deshalb muss man sich für solche Perlen Zeit nehmen. | |
Sa, 12.07.2025 von antoniawarda
richtig schlechte Sendung, man kann nicht wirklich mitraten, weil die Aufgaben für den Zuschauer ...
Sa, 14.06.2025 von Rozenbaum
Gute Themen, aber warum müssen alle Gästinnen grell überschminkt sein . Zu viel BotOx, zu viel ...
Fr, 30.05.2025 von Coa60
Die Sterne sind für die satirische Kritik am Hebammengesetz. Ansonsten fand ich die Sendung nur ...
Sa, 17.05.2025 von Kunstart.net
1. Klone haben (Kindheits-)Erinnerungen implantiert, damit sie nichts hinterfragen, nicht davon ...
Sa, 19.04.2025 von frge
Gut gemacht. Gute Schauspieler.Es ist ein schöner Zeitvertreib. Gern auch über Mediathek.