Mo, 04.04.2016TV | Billy Bathgate - Im Sog der MafiaBillys AufstiegDer große Robert Benton (Jahrgang 1932), der wunderschöne, herzerwärmende Filme gemacht hat, scheint sich hier etwas vergaloppiert zu haben. Dabei waren seine oscarprämierten Filme, nicht seine besten.
Ein Gangsterfilm am Rande der Mafia, mit einer Spitzenbesetzung und doch keine ganz so runde Sache. Vielleicht ist Dustin Hoffman in der Rolle des Kleinen Gernegroß Dutch Schultz aus dem Milieu nicht die Idealbesetzung. Es ist doch etwas schmächtig geraten, obwohl sich seine Brutalität sehen lassen kann. Und wie er mit dem abtrünnigen Bo (Bruce Willis hier mal ganz ungewohnt) umgeht, ist echte Mafiamasche. Auch dass er ihm die Gangsterbraut Drew (Nicole Kidman) ausspannt, ist in diesen Kreisen ganz normal. Und wie es der Titel betont, geht es primär nicht um Dutch Schultz obwohl er die Hauptperson ist und die Szene beherrscht, sondern um den kurzlebigen Aufstieg des jungen Billy Bathgate (Loren Dean). Eines haben beide gemeinsam: es geht mit ihnen abwärts. Und das sieht man auch nur an reinen Äußerlichkeiten, wie wenn z.B. die Jungs von Schultz umgenietet werden und Billy Prügel bezieht. Die Rolle des großen Lucky Luciano ist hier klein und kurz, eigentlich unangemessen. Ebenso wie die von Drews Ehemann. Und Drew selber bleibt ein Buch mit mehr als sieben Siegeln. Alles unbefriedigend.
Das Drehbuch stammt von Tom Stoppard, weißgott keinem Nobody. Der zeigt wie ungebildet der Kleine Schultz ist am Verwechseln von Fremdwörtern: statt ‘Konvention‘ sagt er ‘Konfession‘ oder statt ‘Protegé‘ sagt er ‘Protektor‘.
“So sehen wir betroffen, den Vorhang zu und viele Fragen offen.“(M.R.R.)
Kein Highlight, nur eine Schmunzel-Funzel. | |
So, 03.04.2016TV | Swimming PoolTod am PoolWer Filme mag, die mehr offene Fragen haben als Antworten, der ist hier beim Film von Francois Ozon richtig. Der Zuschauer reibt sich am Ende verwundert die Augen, weil er nicht so schnell und unvorbereitet glauben kann, was er da sieht. Ehe er sich vergewissern kann, ist das Bild schon weg. Ozons Landsleute würden hier wohl am Ende von einem ‘trompe l’oeil‘ sprechen.
Zuvor hatten wir die Gegensätze vom Verleger John (Charles Dance) und Autorin (Charlotte Rampling) erlebt, der am Ende ganz unerwartet ausgehen wird. Dann den Gegensatz von junger, unbedarfter Schönheit Julie (Ludivine Sagnier), die ständig neue Männer anschleppt und einer etwas verklemmten, älteren englischen Schriftstellerin Sarah. Alle Figuren sind rund um einen Swimming Pool garniert. Der Film lebt von der hohen schauspielerischen Leistung der beiden Frauen. Die eine punktet mit ihrem nackten Körper, die andere mit ihrem Intellekt. Wir schauen dieser überlangen Exposition gebannt zu. Julie und Sarah vertreiben sich die Zeit mit Stutenbissigkeit und schwesterlicher Verbrüderung, bis ein Mord geschieht. Und ab jetzt darf gerätselt werden. Frank ist der Betroffene, den die beiden Mädels vergraben. Als der Gärtner Marcel über das Grab stolpert, muss Sarah oben und später auch unten blank ziehen, um ihn abzulenken, vielleicht sogar zu verführen. Wir hielten bisher Julie für die Tochter von John. Und wer ist das da bitte in seinem Büro? Das erfahren wir nicht. Sicher ist nur, dass Sarah ihre Schreibblockade überwunden hat. Stellt sich die Sinnfrage. Die ist so löcherig wie ein Schweizer Käse. Dann kann es nur ein Gedankenkonstrukt sein, fern ab von der Realität, irgendwo in Sarahs Kopf?! Direkt neben dem Buch von Julies Mutter, die ja auch schon mal tot gesagt wurde.
Der Vorläufer von Deray (1969) ist etwas eindeutiger. Da hat man nur die Wahl: das gefällt mir nicht so oder doch… | |
Fr, 01.04.2016TV | Der letzte König von SchottlandIdi mag SchottlandDer Titel ist wohl eher mit einem Augenzwinkern zu verstehen, der Inhalt weniger. Wer der letzte König von Schottland war, darüber streiten sich die Gelehrten. Je nach theoretischem Ansatz: Realunion oder Personalunion. Sagen wir frühes 18. Jahrhundert. Vielleicht war es sogar eine Frau.
Hier geht es aber um Idi Amin, den Diktator von Uganda, der in diesem Staat in den 70er Jahren sein Unwesen getrieben hat. Kevin Macdonald hat keine Doku gemacht, nur eine an Tatsachen orientierte Handlung geschildert. Am Ende sehen wir ein Bild vom echten Idi Amin. Forest Whitaker in der Titelrolle, nach Ghost Dog sein bester Film, gelingt der Spagat zwischen Freundlichkeit und Drohung, Ein Machtmensch, der sogar einen gewissen Charme ausstrahlt, aber gleichzeitig immer unberechenbar bleibt und latent gefährlich. Man kann den Cäsarenwahn erahnen.
Sein Gegenspieler, der schottische Arzt Dr. Garrigan (James McAvoy), ist zunächst von ihm angetan. Erst nach und nach erkennt er, wie gefährlich dieser Massenmörder ist. Er ist ein autoritärer Chaot, sprunghaft und dabei etwas kindisch. So menschlich großartig der Doc auch ist, sein Gehirn ist an seinen Hoden angewachsen. Er schwängert Idis Frau Kay (Kerry Washington). Dafür muss er schmerzlich bezahlen. Die gelungene Parallelität von Ereignissen wie Pressekonferenz und Folterszenen macht den Film sogar spannend und erschreckend zugleich. Idi Amin war nicht der letzte König von Schottland, sondern der letzte Metzger von Uganda. | |
Do, 31.03.2016TV | Habemus Papam - Ein Papst büxt ausNon Habemus PapamDer deutsche Untertitel weist den Weg. Es geht mit leichtem Augenzwinkern in eine Ecke, wo der Humor und nicht die Fakten zu Hause sind. Dazu kann einem der Kinderreim einfallen: ‘Der Papst ist tot, alle Katholiken sind in Not. Doch sie können sich freuen, sie kriegen schon bald einen Neuen.‘ Und so verheißt es auch der Titel. Das geht allerdings am Inhalt des Films vorbei, denn hier haben wir keinen neuen Papst, weil der Gewählte vor der Verantwortung flieht. In jedem Trailer hat man ihn (Michel Piccoli) freundlich winken gesehen und dachte dabei an eine Komödie. Doch hier irrlichtert der gerade gewählte durch Rom, fährt mit der Straßenbahn, geht in ein Kaufhaus, danach in ein Hotel und bekennt bei einer Theaterprobe, dass er selbst gern Schauspieler geworden wäre.
Was inzwischen im Vatikan passiert ist Klamauk pur. Der Sprecher verkündet, dass seine Heiligkeit in seinen Gemächern sei, ein Schweizer Gardist schlägt sich stellvertretend den Magen voll und ein Psychoanalytiker (Regisseur Moretti höchstpersönlich) versucht dem verstörten alten Mann aus seiner Bredouille zu helfen während dessen Ex-Frau (Margherita Buy) bei ihm ein Zuwendungsdefizit feststellt.
Mit einem Volleyball Tournier der Kardinäle verlässt der Film seriöses Gelände und ist einfach nur noch fade und hohl. Allein der Respekt vor dem greisen Piccoli verhindert, dass man durch laute Buuuh-Rufe oder mittels überreifer Tomaten seine Meinung kundtut. Diesen Film brauchen wir wie ein achtes Loch im Kopf. | |
Mi, 30.03.2016TV | 39,90Schöne neue WeltDiese bissige Konsumsatire arbeitet mit allen Mitteln der Werbung. Dabei werden Grenzen überschritten, Darbietungsformen ausgetauscht und die Logik ausgeschaltet. Mit Schock und Ekeleffekten werden wir an heikle Situationen herangeführt und das alles vollzieht sich in einem Affentempo. Bildaufbau kann schon mal Da Vincis Abendmahl nachempfunden sein oder eine Himmelfahrt angedeutet werden. Alles ist nicht nur möglich und erlaubt, sondern es wird auch gemacht. Fiktion und Realität vermischen sich und es gibt keine Grenzen des guten Geschmacks bzw. der sozialen Normen. Die Welt der Werbung stürzt uns in einen Konsumrausch, in man jegliche Bodenhaftung verloren hat. In der Überzeichnung wird die Intention von Regisseur Kounen deutlich und wer es im Verlauf des Films nicht bereites geschnallt hat, für den gibt es noch ein paar Zahlen im Abspann.
Und mit Octave (Jean Dujardin mit fettiger Langhaarfrisur) erleben wir ein Individuum, dass unter der Hektik und dem Stress leidet, obwohl er ein Teil davon ist. Er spricht mit Figuren aus der Werbung, die immer wieder nur ihren Text runterleiern und selbst der Selbstmord kann rückgängig gemacht werden. Seine schwangere Freundin Sophie (Vahina Giocante) taucht mit Kind wieder auf etc. etc.
Der Zuschauer hastet den wilden Bilderfolge hinterher und im Laufe des Films vollzieht sich möglicherweise in seinem Empfinden eine Wandlung. (Oder sind wir schon so abwegig unterwegs?). Er atmet am Ende auf, wenn er in die Traumbilder vom Südseestrand eintauchen kann, in die Welt der lebenden Toten, obwohl er weiß, dass das nach allem was er gesehen hat, so gar nicht möglich ist. Ist es aber! In der Welt der Werbung. Er hört ‘Willkommen in der schönsten aller Welten‘.
Tolle Ideen für eine anstrengende Bilderflut mit einer wichtigen Message. | |
Mi, 30.03.2016TV | Die Köchin und der PräsidentGeschmacksfrageEin unterhaltsamer Film mit viel Sinn fürs Essen und die Zubereitung von Gerichten. Was die Köchin Hortense (Catherine Frot) für den französischen Präsidenten kocht, ist alles andere als Novelle Cuisine. Es ist ein Essen wie bei Muttern, so wie sie es von ihrer Großmutter gelernt hat. Die Hauptdarstellerin bezaubert uns mit ihrer Darstellerkunst und was da durch ihre Hände geht, lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Dabei hat sie mit zwei Problemen zu kämpfen: der Riege der Kochkollegen. Das sind fast alle Machos und sträuben sich gegen eine Zusammenarbeit. Und mit der Hierarchie im Élysée, wo üblicherweise der Ober den Unter tritt. Was die Handlung nicht gerade überschaubarer macht, ist der ständige Wechsel von der Jetzt-Zeit in die Vergangenheit, sowie der Abschied von Hortense von ihrer kleinen Insel und ihrer Arbeit in Paris.
Höhepunkt der Gaudi ist eine Theateraufführung ihrer Gäste. Eine Persiflage auf den Aufstieg von Hortense mit leichten Anspielungen, dass sie eine Affäre mit dem Präsidenten hatte. Am Ende zwingt eine Materialermüdung ihrer Knochen sie zur Aufgabe ihres Postens. Sie hat sich im Élisée abgerackert.
Dank der großartigen Catherine Frot bekommt der Film einen gewissen leckeren Charme, nicht gerade sprühend und weit unter dem Niveau von ‘Babette‘, ‘Hippolyte‘ oder ‘Martha‘. Aber gut gemeint, wie der Rat von Hortense ‘Gegen schlechte Essen gibt es nur eine Medizin: Gutes Essen‘. Das dachten wir uns schon.
Und über die Geschmäcker (Originaltitel) lässt es sich ja bekanntlich trefflich streiten. | |
Di, 29.03.2016TV | RayMusik, Mädels und MonetenTaylor Hackford hat eine großartige Hommage an den begnadeten Sänger gemacht. Er fand für die Hauptrolle Jamie Foxx, der dem Original zum Verwechseln ähnlich sieht und auch dessen Habitus, den berühmten zuckenden Wackelgang draufhat.
Wir hören seine größten Hits wie “Georgia“, “Hit the Road Jack“ oder “Unchain My Heart“, aber wir sehen auch die Probleme in seinem Leben: Drogen und Geschäfte mit Produzenten und Beratern, zu deren Spielball er ebenso leicht wurde wie von Frauen, obwohl verheirateter Familienvater. Ehefrau Bea (Kerry Washington) hielt letztlich zu ihm und hielt ihm den Rücken frei, was wahrlich nicht immer leicht war. Er wurde verhaftet, machte einen Entzug und gegen Ende seines Lebens rehabilitierte ihn der Staat Georgia. Nur kurz wird auf seinen Einsatz für die Gleichberechtigung der Farbigen eingegangen sowie in Rückblenden Einblicke in seine Kindheit gewährt. Da spielt seine Hydrophobie eine wichtige Rolle, weil er sich die Schuld am Ertrinken seines kleineren Bruders gab. Wir hören von seinen musikalischen Wurzeln im Rhythem & Blues und der Gospelmusik und welche anderen Legenden wie Quincey Jones er kennenlernte. Sein musikalisches Genie blitzt immer dann besonders auf, wenn er auf ein Problem mit seinem Umfeld ganz typisch für ihn mit Musik reagiert. Er setzt sich ans Klavier und spielt sich den Frust von der Seele.
Man bekommt nach dem Film richtig Lust, eine CD von Ray Charles aufzulegen. Dabei kann man den Rhythmus zuckender Weise gut nachvollziehen und spürt die zeitlose Genialität des Ray Charles Robinson. Die Oscars hat der Film wirklich verdient. | |
Di, 29.03.2016TV | Die Kammer der TotenSuperspannendEin Krimi der Extraklasse. Zwei Fälle, die eigentlich nichts mit einander zu tun haben werden intelligent verbunden: ein Racheakt mit Übermutpotential von zwei Arbeitslosen Sylvain (Gilles Lellouche) und Vigo (Jonathan Zaccai) und die geheimnisvolle Welt der Tierpräparatoren. Die Ermittlungen beginnen am Anfang ganz konventionell: das übliche Puzzlespielchen und enden auch so ohne besonderen Schnickschnack: großes Polizeiaufgebot bringt alles erfolgreich zu Ende.
Aber dazwischen herrscht ununterbrochene Hochspannung, die mit Recht in die Nähe von ‘Das Schweigen der Lämmer‘ gerückt werden kann. Denn der grauenhafte Aspekt, der mit Stille und Schockern unter die Haut geht, erhält Nahrung aus der Spannungsecke, weil sich die beiden Gangsterpärchen in ihrer Führungsrolle dramatisch abwechseln. Das sah man zuletzt so großartig in ‘Alice Creed‘ z.B.
Und auch die beiden ‘Präparatoren‘ Annabelle (Céline Sallette) und Alex (Laurence Cote, eigentlich Tierärztin) wiederum handeln aus unterschiedlichen Motiven heraus. Vor diesem Hintergrund ermitteln zwei junge Polizisten Lucie (Mélanie Laurent) und Pierre (Éric Caravaca). Sie bilden den ruhenden Gegenpol mit all ihren privaten Problemen: Lucie hat zwei kleine Zwillinge und keinen Ehemann und bei Pierre wächst die Zuneigung zu Lucie im Laufe der Ermittlungen. Dabei bleibt es. Ihre gemeinsame Zukunft wird erst am Ende des Films angedeutet. Darstellerisch überzeugt vor allem Mélanie Laurent. Sie ist zwar mit Eifer aber stets auch mit einem mysteriösen Lächeln unterwegs. Und sie löst den Fall fast ganz allein. Man muss da nichts hineingeheimnissen wie hier sehen wir ‘das Tier im Menschen‘ oder es ist ein Beispiel von fehlgeleiteter Triebhaftigkeit oder hier wird die innerlich zerfressene, bürgerliche Gesellschaft kolportiert Es ist einfach sauspannend! | |
Mo, 28.03.2016TV | GravityGähn!Es ist kein Science Fiction Film, es ist Weltraumkino. Der Film bietet fast ausschließlich Bilder von im Orbit herumtaumelnden Astronauten. Das kennt man bereits und so achtet man hier auf Ungenauigkeiten beim Herumfliegen. Und da ist einiges dabei, das mit der Schwerkraft (Titel) nur schwer zu vereinbaren ist. Hinzu kommt die mentale Schwäche der Weltraumflieger. Vor allem Sandra Bullock stöhnt, hechelt und schwitzt. Das zeugt nicht gerade von professionaler Ausbildung. Sie scheint wirklich von dem, was sie da tut, keine Ahnung zu haben. Ihr Kollege George Clooney macht auf Blinker: mal ist er weg, mal ist er wieder da. Wieso bleibt unklar. Das Schlimme sind nicht die Bilder, die wir seit Jahren kennen. Es ist die Dauer. Von den fast zwei Stunden kegeln die beiden über eine um die ISS, mal dotzen sie gegen Geländer oder Halterungen im Außenbereich, dann hängen sie an ganz dünnen Sicherungsleinen. Die Umlaufbahn wird zum Abenteuerspielplatz. Wenn Weltallschrott vorbeifliegt, ist das schon eine Sensation, die den Zuschauer aus dem Sekundenschlaf holt. Diese Weltraumspaziergänge waren mal vor vielen Jahrzehnten der Renner. Seitdem hängen diese Bilder in manchen Kinderzimmern. Also was soll das heute? Und mit den Oscars haben die Amis sich ja wohl nur selbst beweihräuchert. Also Studioaufnahmen von Bildern die wir aus der Realität bereits kennen?! Vom vorhersehbaren Ende will ich gar nicht sprechen. Dieser Film gehört in die Kiste der SchleFaZ oder KV. Und wenn diese Kiste der Schwerkraft gehorcht, sinkt sie auf den Grund des Meeres…Da ist sie gut aufgehoben. | |
Mo, 28.03.2016TV | Lone RangerDer einsame IndianerDiese groteske Westernparodie ist ganz nett, ihr fehlt nur die Zündug. Es ist durchaus muntere Unterhaltung mit Anleihen an Altbekanntes. Vieles wird hier recht amüsant zusammengesetzt. Sogar Witz ist auszumachen und an den überraschenden Wendungen liegt es schon gar nicht. Unterm Strich ist aber eine unausgewogene Mischung herausgekommen, in der die Handlung zu abgehoben ist um zu fesseln, zu wenig lustig um zu schmunzeln und auch der Spagat zwischen echter Realität wie Börse, Militär und Eisenbahnbau wird auf dem Altar der fehlenden Identifikation mit irgendeiner Figur dem Tempo geopfert. So läuft alles auf einen zwar spektakulären aber aberwitzigen Klamauk hinaus. Nicht mal die angedeutete Lovestory verfängt.
Symptomatisch für den ganzen Film: ein Kaninchen frisst einen Skorpion. Da kann auch die Musik der Leichten Kavallerie nicht zum mitwippen animieren. Vieles läuft sich sehr schnell tot. Einziger Turm in der Darsteller-Brandung ist der Indianer Tonto, als Narr (Johnny Depp) mit dem Kalkgesicht und den markanten Zweiwort-Sätzen. Und die sonst so großartige Helena Bonham Carter stolziert wie ein Tausendfüßler mit ihrem Elfenbein-Bein durch die Kulissen. Das Plakat spricht von der Geburt eines Helden. Ich würde ‘naissance‘ durch das im englischen übliche ‘nuisance‘ ersetzen.
Da fluchen Verbinskis Piraten in der Karibik doch besser. | |
Sa, 12.07.2025 von antoniawarda
richtig schlechte Sendung, man kann nicht wirklich mitraten, weil die Aufgaben für den Zuschauer ...
Sa, 14.06.2025 von Rozenbaum
Gute Themen, aber warum müssen alle Gästinnen grell überschminkt sein . Zu viel BotOx, zu viel ...
Fr, 30.05.2025 von Coa60
Die Sterne sind für die satirische Kritik am Hebammengesetz. Ansonsten fand ich die Sendung nur ...
Sa, 17.05.2025 von Kunstart.net
1. Klone haben (Kindheits-)Erinnerungen implantiert, damit sie nichts hinterfragen, nicht davon ...
Sa, 19.04.2025 von frge
Gut gemacht. Gute Schauspieler.Es ist ein schöner Zeitvertreib. Gern auch über Mediathek.